Bolivianische Ärzte zu Gast in der Klinik

Mut für den großen Traum

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Ninett Saucedo und Hector Parra absolvieren derzeit in Deutschland ihre Facharztausbildung, um künftig in ihrer Heimat Bolivien helfen zu können.

Bassum - Sich selbst den großen Traum zu erfüllen, erfordert zuweilen viel Mut, Geld, Zeit und somit natürlich auch Geduld. All das investieren Ninett Saucedo und Hector Parra seit einem Jahr in ihr Bestreben, eine gute Facharztausbildung zu absolvieren. Gerade war das junge Ehepaar zu Gast bei den Alexianer Kliniken Landkreis Diepholz. Im Bassumer Krankenhaus nahm sie Dr. Massud Mamarvar, Chefarzt der Plastischen, Ästhetischen und Handchirurgie, unter seine Fittiche.

Die 28-Jährige und ihr ein Jahr älterer Ehemann begannen schon zwei Jahre vor ihrer Reise nach Deutschland, für ihre Weiterbildung fern der Heimat zu sparen. Gründliche Recherchen führten die beiden Mediziner zu ihrem Entschluss, ihre Facharztausbildung in Deutschland zu absolvieren. „In Bolivien wäre uns das in dieser Qualität nicht möglich gewesen“, erklärt Hector Parra.

Ohne ein Wort Deutsch sprechen zu können und mit nur wenigen Englischkenntnissen kamen sie in Bremen an. „Ein Jahr lang haben wir intensiv die Sprache gelernt“, sagt Ninett Saucedo lächelnd, ist sich ihres erworbenen Könnens allerdings noch nicht so sicher. So wandert ihr Blick im Gespräch mit Deutschen oft zu ihrem Mann, der sie dann in der Wortfindung unterstützt. Auch Hector Parra gibt sich in Sachen Deutsch sehr bescheiden: „Wir müssen noch immer viel lernen.“

Jetzt allerdings sind beide soweit, dass sie sich in die ärztliche Arbeit stürzen können. In Bassum genossen sie ihre Tätigkeit in der Klinik sehr. „Das Team ist super nett“, berichten sie und empfinden auch die Mischung der Kulturen unter den Kollegen als sehr bereichernd. Der „Ausflug“ in die Plastische Chirurgie ist für beide sehr spannend. Ihre Ziele liegen jedoch in anderen Bereichen: Während Hector Parra künftig als Kinderchirurg tätig sein möchte, liegt seiner Frau die Onkologie am Herzen.

Wenn alles nach Plan läuft, hat das Ehepaar in fünf Jahren die angestrebte Facharztausbildung „in der Tasche“.

Dann geht es zurück in die Heimat. „Dort möchten wir mit unserem medizinischen Wissen unseren Landsleuten helfen.“

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