Hobbyimker Olaf und Franja Eckhoff appellieren: Den Tieren etwas Gutes tun

Den Bienen verfallen

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Franja und Olaf Eckhoff schauen sich die ausgetauschten Bienenwaben an.

Albringhausen - Von Frauke Albrecht. Wenn in Kürze die Bienen ausschwärmen und sich auf Nahrungssuche begeben, ist das für Olaf Eckhoff aus Albringhausen wie Musik in den Ohren. Seit dem vergangenen Jahr ist er Hobbyimker und je tiefer er in die Materie einsteigt, desto größer ist die Faszination, die von den Tieren ausgeht.

Die Leidenschaft hat sich mittlerweile auf die gesamte Familie übertragen. Tochter Franja begleitet ihren Vater regelmäßig zu den Bienenstöcken. „Ich hoffe, mir noch einiges abgucken zu können“, erzählt die Schülerin. Denn im August bricht sie mit der Organisation Weltwärts nach Panama auf und absolviert dort ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Sie wird dort unter anderem an Aufforstungsprojekten mitwirken. „Es gibt aber auch ein Bienenprojekt. Da könnte ich mich gut einbringen“, ist ihre Hoffnung.

Vater und Tochter haben mit drei Völkern angefangen – mittlerweile sind es sieben. Sie konnten alle Tiere gut über den Winter bringen und freuen sich nun auf die zweite Ernte. Den eigenen Honig zu probieren, sei ein absoluter Hochgenuss, schwärmt Franja. Er schmeckt ganz anders als aus dem Supermarkt. „Viel besser“, sagt die Schülerin.

In diesem Zusammenhang appellieren sie an alle Landwirte und Grundstücksbesitzer, an die Bienen zu denken. Immer öfter müssen Imker zufüttern, weil die Bienen nicht genügend Nahrung finden. Dabei sei es doch so einfach, etwas Gutes für die Tiere zu tun, weiß Eckhoff. „Gartenbesitzer sollten einfach mal ein paar Wildkräuter im Garten stehen lassen und die Blumenpracht genießen“, so seine Bitte. Bienen mögen Klee und Löwenzahn. Auch Obstgehölze und Bienenweide seien eine gute Wahl, wer etwas anpflanzen möchte.

An die Landwirte appelliert er, die Randstreifen stehenzulassen, statt sie abzumähen, und auch mit den Spritzmitteln sorgsamer umzugehen. „Und wenn diese zum Einsatz kommen, dann wäre es morgens oder abends besser und nicht am Tag, wenn die Bienen die Tracht einholen.“

Derzeit lockt die Rapsblüte, dann folgen die Obstgehölze, im Sommer kommen Linden und Kastanien hinzu. Seine Völker hat Eckhoff in der Nähe seines Hauses stehen – ihre Nahrung suchen sich die Tiere innerhalb eines Radius von drei Kilometern.

Da er sich noch am Anfang seiner Imkerlaufbahn befindet, steht ihm vom Imkerverband ein Pate zur Seite: Michael Kohlwes aus Neubruchhausen. „Durch ihn bin ich überhaupt zur Bienenzucht gekommen“, sagt Eckhoff. Die beiden sind befreundet. „Es hat mich schon immer fasziniert, was Bienen leisten.“

Tochter Franja weist auf eine Weisheit von Albert Einstein hin: „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ – Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.

„Die meisten wissen sicherlich, dass viele Pflanzen auf die Bestäubung der Blüten durch Bienen angewiesen sind. Was das aber in der letzten Konsequenz bedeutet, darüber machen sich nur wenige Gedanken“, sind Vater und Tochter überzeugt. Eckhoff: „Selbst Landwirte sind überrascht, wenn sie hören, dass der Ertrag um 20 Prozent höher ist, wenn Bienen in der Nähe sind.“

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