CDU stellt personelle Weichen für die Kommunalwahl

87 Bewerber für Lebenswelt-Gestaltung

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Die CDU-Kandidaten im Landkreis Diepholz für die nächste Kommunalwahl.

Neubruchhausen - Von Anke Seidel. Aufbruchsstimmung bei der CDU: Mehr als 150 Vertreter aus den Ortsverbänden im Landkreis Diepholz haben am Dienstag im Neubruchhauser Hotel „Zur Post“ ihre Kandidaten für den Kreistag gekürt. Es war ein Wahl-Marathon der besonderen Art, denn in geheimer Wahl votierten die Delegierten über die Bewerber in acht Wahlbereichen – und ihre Platzierung auf den Listen.

Ergebnis: 87 Männer und Frauen bewerben sich bei den Bürgern im Landkreis Diepholz darum, diese Lebenswelt von 211 000 Menschen politisch mitgestalten zu dürfen – nach den Eckpunkten des Wahlprogramms, das der CDU-Kreisverband in Neubruchhausen ebenso verabschiedete.

Bei den Kommunalwahlen am 11. September tritt ein knappes Drittel der bisherigen CDU-Kreistagsabgeordneten – sprich sieben von 23 – nicht mehr an.

Dazu gehören so erfahrene Politiker wie der CDU-Landtagsabgeordnete und Landtags-Vizepräsident Karl-Heinz Klare, der Kreistagsvorsitzende Dr. Dr. Wolfgang Griese und die langjährige stellvertretende Landrätin Ulrike Schröder. Aber auch die kommunalen Spitzenpolitiker Doris Karin Hofmann (Stuhr), Ingrid Jantzon (Sulingen), Hubert Diephaus-Borchers (Twistringen) und Karl-Friedrich Dünnemann (Wetschen) stehen nicht mehr zur Wahl.

In fast allen Wahlbereichen tritt die CDU mit jeweils elf Bewerbern um ein Kreistagsmandat an. Allein im Bereich Bassum-Twistringen sind es nur zehn.

Menschen, die sich zur Wahl stellen, sind elementar für die Demokratie und ihr Engagement verdient deshalb große Anerkennung. Genau das war die Botschaft von Landrat Cord Bockhop in Neubruchhausen.

Kandidaten und Delegierte gleichermaßen verbindet ein zehn Seiten starkes Papier: Das Wahlprogramm des CDU-Kreisverbandes. „Für eine vielfältige und starke Wirtschaft haben wir als oberstes Ziel die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Ausbildungs- und Arbeitsplätze durch Bestandsentwicklungen, Neuansiedlungen und Existenzgründungen“, lautet der erste Satz des Programms.

Dazu gehören aber auch die Förderung des Breitbandausbaus und die Unterstützung regionaler Wachstumskooperationen. Ein weiterer Punkt ist die Forderung nach einer gerechten Finanzausstattung durch das Land, um die kommunale Selbstverwaltung zu sichern. Der Abbau von Bürokratie in der Verwaltung sowie eine zukunftsorientierte Abfall- und Kreislaufwirtschaft formuliert die Union ebenso als politischen Arbeitsauftrag wie die wohnortnahe medizinische Grund- und Notfallversorgung der Bevölkerung. Die CDU fordert „eine auskömmliche Finanzierung des laufenden Betriebs unserer Krankenhäuser“. Andererseits will sie die Struktur des Rettungsdienstes optimieren, um die Einhaltung der Hilfsfrist von 15 Minuten in allen Teilen des Landkreises realisieren zu können.

Ein ganzheitliches Bildungskonzept ist genauso in dem Strategie-Papier verankert wie der Ausbau eines kulturellen Netzwerks, die Qualifikation und Integration von Asylbewerbern, die passgebaue Unterstützung von Kindern sowie die Stärkung und der Schutz von Familien. Feuerwehr, Landwirtschaft und Kreisentwicklung sind weitere Themen.

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