Zahnkarten-Aktion im Nordkreis

Besuch beim Zahnarzt: OBS auf Platz eins

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Annette Schmalz (links) und Sonja Brinkmann überreichen den Klassensprechern Preise und Urkunden. 

Bassum - Ein echter Ritterschlag für die fünften und sechsten Klassen der Oberschule Bassum (OBS): Bei der Doppelzahnkarten-Aktion, die in diesem Jahr zum ersten Mal auch die fünften und sechsten Klassen einschließt, haben sie von allen Schulen im Nordkreis am besten abgeschnitten. Sie haben die meisten Karten zurückgeschickt.

Die Doppelzahnkarten-Aktion, die im Südkreis schon seit 30 Jahren etabliert ist, gibt es seit vergangenem Jahr auch im Norden. Allerdings bisher nur an den Grundschulen. „Im Süden hat man gute Erfahrungen damit gemacht und wollte deswegen das Konzept auch für den Norden übernehmen“, erzählt Sonja Brinkmann von der Initiative Zahnprophylaxe.

Bei dieser Aktion bekommen die Schüler Karten ausgehändigt, die sie mit zu ihrem Zahnarzt nehmen. Dieser unterschreibt und die Schüler geben die Karte in der Schule wieder ab, die diese wiederum an das Gesundheitsamt schickt. Je mehr Schüler einer Klasse mitmachen, desto höher die Chance auf einen Gewinn. Auf diese Weise sollen Kinder zum Zahnarztbesuch motiviert werden.

Was eigentlich selbstverständlich sein sollte, ist in vielen Familien leider kein Thema, weiß Sonja Brinkmann. Sie putzt seit 13 Jahren in Kindergärten und Grundschulen mit den Kleinen und hat schon einige zerstörte Gebisse zu sehen bekommen – Tendenz steigend. Zahnhygiene und auch gesunde Ernährung geraten zunehmend ins Hintertreffen.

Jetzt stand Brinkmann vor den Schülern der OBS und konnte sechs Urkunden und Geldpreise für die Klassenkasse vergeben. „60 Euro für eine 100-prozentige Teilnahme, 40 Euro für 90 Prozent, 30 Euro für 80 Prozent und 20 Euro für 60 bis 79 Prozent.“ Wobei die Fünft- und Sechstklässler dieser Schule nur in den ersten drei Kategorien gelandet sind, also ein sehr gutes Ergebnis erzielt haben. 308 Klassen haben mitgemacht, 144 wurden prämiert und insgesamt 1960 Euro ausgeschüttet. Finanziert wird die Aktion von den Krankenkassen und dem Landkreis.

„Von einigen Schulen kamen nur sehr wenige Karten zurück“, bedauert Brinkmann. Sie hofft, dass im nächsten Jahr die Einrichtungen stärker mitmachen. Schließlich geht es um die Gesundheit der Kinder. „Bei den Karten werden außerdem die Zahnbefunde anonym erfasst. So kann man ermitteln, an welcher Schule Kinder mit hohem Bedarf sind, und es kann beispielsweise eine Gruppenprophylaxe angeboten werden“, sagt Annette Schmalz vom Gesundheitsamt Syke.

„Ihr habt Hervorragendes geleistet“, lobt Direktor Cord Mysegaes seine Schüler, denen er zum Anlass der Preisverleihung das ersehnte Hitzefrei verweigern musste. Doch angesichts des kleinen Zuschusses für die Klassenkasse können das die Kinder und Jugendlichen sicher einmal verschmerzen.

 juk

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