Die Besten von ganz Niedersachsen

Bassumer Jugendrotkreuz-Gruppen siegen bei Landeswettbewerben

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Die Siegergruppen mit den Gruppenleiterinnen Heike Thiede und Verena Krumhorn sowie der Jugendrotkreuz-Landesleitung. 

Bassum - Von Frank Jaursch. „Eis für alle!“ Für einige Mädchen und Jungen der Prinzhöfte-Schule gab es gestern Mittag eine süße Belohnung. Die 8- bis 13-Jährigen hatten sich die leckere Erfrischung auch verdient: Sie brachten das kleine Kunststück fertig, mit der bestmöglichen Ausbeute von den Landeswettbewerben des Jugendrotkreuzes aus Einbeck zurückzukehren. In den Altersstufen 0 (sechs bis neun Jahre) und 1 (neun bis zwölf Jahre) holten die Bassumer überlegen die Landestitel.

Nach den Erfolgen auf Kreis- und Bezirksebene setzten sie sich auch scheinbar mühelos gegen die Sieger-Teams der anderen vier Bezirke durch. Für die pfiffigen Sieger ist die Reise damit noch nicht beendet: Im Oktober vertreten die Bassumer ihr Bundesland Niedersachsen bei den Bundeswettbewerben in Ludwigsburg (Baden-Württemberg).

Seit sich die Bassumer Gruppe 2009 aus einer Lerngruppe der Prinzhöfte-Schule bildete, hat sie den Kreistitel quasi abonniert. Auch auf Bezirksebene steht seitdem jährlich mindestens ein Titel zu Buche. „In 17 Jahren hat der Kreisverband Diepholz insgesamt fünfmal einen Landeswettbewerb gewonnen“, erzählt Gruppenleiterin Heike Thiede – und fügt mit einem Lächeln hinzu: „davon viermal wir.“

Bei dem zweitägigen Wettbewerb in Einbeck galt es für alle Teilnehmer, Aufgaben aus dem klassischen Rotkreuzbereich ebenso zu lösen wie sportliche Herausforderungen und Teamaufgaben. Unter anderem wurde ein gestürzter Fahrradfahrer versorgt, der sich mehrere Schürfwunden zugezogen hatte.

„Das Gruppenverhalten spielt immer eine wichtige Rolle“

Besonderes Bedeutung kam dem sozialen Aspekt zu. Einige Aufgaben hatten die Veranstalter in scheinbaren Alltagssituationen versteckt. Wie reagiert eine Gruppe etwa, wenn der Vorgänger den Wettkampfort total unordentlich hinterlassen hat?

„Das Gruppenverhalten spielt immer eine wichtige Rolle“, weiß Heike Thiede. Die Jury registriert genau, wie sehr die Teilnehmer für andere da sind, wie lautstark sie ihre Teamkameraden anfeuern.

Genau hier sieht Thiede einen Grund für den großen Erfolg der Bassumer: Die Gruppenmitglieder gehen alle in die Prinzhöfte-Schule – wo das Miteinander einen wichtigen Teil des Schulkonzeptes einnimmt. „Wir kommen alle richtig gut klar miteinander“, nennt Joshua einen Grund für den Erfolg. Dennis weiß noch einen anderen: „Wir haben einfach die allerbeste Gruppenleiterin!“

Heike Thiede lacht. Sie weiß: Die Kinder haben vor dem Bundesfinale noch einiges zu üben. Sie werden nicht mehr nur in der Gruppe, sondern auch einzeln einen medizinischen Notfall behandeln müssen – mit seelischer Betreuung, Versorgung der Wunden und dem Absetzen eines Notrufs.

Den Trumpf eines außergewöhnlichen Teamgeistes nehmen die Bassumer aber in jedem Fall mit nach Ludwigsburg – zusammen mit dem Stolz, die Nummer eins in Niedersachsen zu sein.

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