Berufs-Information an der Oberschule

Schüler fragen – Firmen antworten

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Die Bassumer Oberschule bietet die nächste Berufsinformation am 11. November an.

Bassum - Von Maik Hanke. Was sie mal werden wollen, ist immer weniger Jugendlichen kurz vor Ende der Schulzeit klar. Erst mal weiterlernen, am besten studieren, und bloß nicht ins Handwerk, denken sich viele. Die Folge: Viele Unternehmer, auch in Bassum, finden nicht mehr ausreichend Auszubildende.

Die Oberschule Petermoor will dieser Entwicklung entgegenwirken und die Schüler gleichzeitig über unterschiedliche Berufsfelder informieren. Am Mittwoch, 11. November, gibt es erstmals im Forum der Oberschule ein „Berufs-Scouting“.

13 Firmen stellen sich dann 178 Haupt- und Realschülern vor. Von Handwerksbetrieben über Pflegedienste bis zum Landkreis Diepholz – „für alle Seiten was dabei“, sagt Schulsozialpädagogin Erika Stötzel.

Das Prinzip des Informationstages ist einfach: Schüler fragen – Betriebe antworten. Über kleine Aufgaben wollen die Firmen ins Gespräch kommen. Die meisten Betriebe bringen auch Auszubildende mit, die über ihre ersten Erfahrungen berichten.

Geplant und entwickelt hat dieses „Berufs-Scouting“ Schulsozialpädagogin Stötzel in einem Arbeitskreis mit Vertretern aus lokalen Betrieben: Sandra Schorling (Schorling Holz), Susanne Meyer (Bäckerei Meyer), Silke Bremer (Werner Bremer Haustechnik) und Andrea Bremer (Bremer Stahlbau). Träger der Veranstaltung und Arbeitskreismitglied ist der städtische Wirtschaftsförderer Heinz Schierloh.

„Die wenigsten wollen in die Handwerksberufe“, bestätigt Stötzel den Trend. Viele Jugendliche wollen sich einfach nicht mehr dreckig machen, hat sie beobachtet.

Silke Bremer vom Installations-Fachgeschäft Werner Bremer Haustechnik nickt. In den vergangenen zehn Jahren seien die Ausbildungszahlen stetig gesunken. „In den letzten fünf Jahren ist es richtig schwierig geworden.“ Gerade das Image „Gas-Wasser-Scheiße“ schrecke ab. Dabei sei der Beruf vielfältiger, als die meisten denken.

Anforderungen an Azubis steigen

Bremer ärgert sich über die Tendenz, dass die leistungsstarken Schüler selten ins Handwerk wollen, gleichzeitig aber die Anforderungen steigen und gerade deswegen gute Schüler gebraucht werden. Die Arbeit sei „unglaublich viel mehr Kopfarbeit geworden“.

Bremer und die anderen Unternehmer hoffen, über Berufs-Informationstage wie am kommenden Mittwoch Vorurteile abzubauen und erste Kontakte zu knüpfen. Im besten Fall lassen sich so auch neue Auszubildende aus Bassum finden.

Die Veranstaltung, die von 8 bis 13.15 Uhr läuft, ist für alle Haupt- und Realschüler der 9. und 10. Klassen verpflichtend.

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