Geschenk von East-Side-Gallery-Künstler

Kani Alavi bringt Berliner Mauer zum „Weihnachtsspektakel“ mit

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Märchenerzählerin Brigitta Wortmann verzaubert die Kinder mit ihrem Harfen-Spiel.

Bassum - Von Luka Spahr. Ein Weihnachtsmarkt in einem Industriegebiet ist schon etwas Besonderes. Das musste auch Bassums Bürgermeister Christian Porsch unumwunden zugeben, als er am Freitagmittag hinter seinem Rednerpult an der Industriestraße 8 der Kälte trotzte.

Vor ihm versammelt standen nicht nur viele Vertreter aus Politik und Wirtschaft, sondern vor allem auch Mitarbeiter der Bassumer Full-Service-Agentur Video-Art. Sie hatten alle Bürger zu einem „Weihnachtsspektakel“ eingeladen. Ganz nebenbei weihte das Unternehmen eine große kulturelle Bereicherung für die Stadt ein.

Bevor die kleine Besucherschar, die sich vor der neuen Lagerhalle von Video-Art versammelt hatte, über den Weihnachtsmarkt schlenderte, ließ Geschäftsführer Michael Gillner es sich nicht nehmen, ein paar einleitende Worte an die Besucher zu richten.

Dass es schnell mehr als das werden sollte, wurde spätestens dann klar, als die Besucher erkannten, was auf dem neuen Gelände der Firma direkt hinter dem Rednerpult aufgestellt worden war: ein Stück der Berliner Mauer.

Aus Berlin angereist: Künstler und East-Side-Gallery-Vorsitzender Kani Alavi (links) mit einem Stück der Berliner Mauer (im Hintergrund). Video-Art Geschäftsführer Michael Gillner (rechts) zeigt sich darüber hocherfreut. Foto: Spahr

Über seinen Parteikollegen Axel Knoerig (CDU) hatte Gillner Kontakt zum Berliner Künstler und Vorsitzenden der East-Side-Gallery, Kani Alavi, aufgenommen. Dieser erklärte sich nicht nur bereit einige seiner Bilder zu den Themen Flucht und Vertreibung auf dem Weihnachtsmarkt auszustellen – er einigte sich mit Gillner auch darauf, dass ein Stück der Berliner Mauer fortan in Bassum stehen soll. Dies sei nicht nur „ein Privileg für die Stadt“, sondern auch ein langgehegter Wunsch von Video-Art-Geschäftsführer Michael Gillner, so der Berliner mit iranischen Wurzeln.

Christian Porsch zeigte sich ebenfalls von dem Berliner „Weihnachtsgeschenk“ begeistert. Im weiteren Verlauf der Eröffnung des Marktes hoben er und Landtagsabgeordneter Volker Meyer auch die Bedeutung von Unternehmen wie Video-Art hervor, die mit ihren Investitionen den Standort Bassum stärken würden.

Dass das vergangene Jahr das wirtschaftlich erfolgreichste in der Firmengeschichte war, erwähnte Geschäftsführer Gillner nur in einem Nebensatz. Vielmehr wollten er und seine Frau Marion mit dem Markt etwas ganz anderes kommunizieren: Nachhaltigkeit ist auch in der Industrie möglich. Zu einer Ladesäule für Elektroautos und einer eigenen Brennstoffzelle kommt jetzt eine Obstbaum-Wiese hinzu, die Früchte für Kitas und Schulen in der Umgebung liefern soll.

„Weihnachtsspektakel“ in Bassum

 © Luka Spahr
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Kurz bevor die Gäste bei minus zwei Grad Außentemperatur auf dem Parkplatz festgefroren wären, gab Gillner schließlich den Startschuss für den Weihnachtsmarkt. Neben Klassikern wie Pommes, Bratwurst und Bier erwarteten die Besucher auch Glühwein, Kaffee und Kuchen. Bei weihnachtlicher Musik bot der Hallenneubau nicht nur Gelegenheit zum Aufwärmen, sondern auch einen ersten Blick in den neuen Lagerraum, der im kommenden Jahr noch einmal eingeweiht werden soll.

Für die kleineren Gäste, die gegen Mittag jedoch noch in der Unterzahl waren, kam nicht nur der Weihnachtsmann vorbei. Ein Karussell, eine Hüpfburg und eine Fotobox boten kurzweilige Unterhaltung. Märchenerzählerin Brigitta Wortmann begeisterte mit ihren Geschichten und ihrer Harfenmusik und Künstler Kani Alavi malte mit dem Nachwuchs ein Bild, das im Nachgang versteigert werden soll.

Letzte Weihnachtsgeschenke konnten bei einigen Kunsthandwerkern besorgt werden. Am Abend stand eine große Weihnachtsparty auf dem Programm.

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