Behörde: Rettungsdienst weiß von Baustelle

Bagger stoppt Krankenwagen

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Für kurze Zeit sperrte der Bagger die Zuwegung zur Straße Auf dem Brunnen.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Mit Blaulicht brauste am Donnerstagmorgen ein Rettungswagen an und stand plötzlich vor einem großen Bagger: Kein Durchkommen an der L776, Höhe Auf dem Brunnen. Der Rettungsmediziner sprang aus dem Fahrzeug und rannte die wenigen Meter zu Fuß. Die Fahrerin des Wagens wendete kurzerhand und fuhr einen Bogen, um von der Langen Straße aus an die Straße Auf dem Brunnen zu kommen. Dort wurde Hilfe benötigt.

Im Zuge der Fahrbahnerneuerung ist die Landesstraße abschnittsweise gesperrt. Der Verkehr wird großzügig umgeleitet. Rettungskräfte und Feuerwehr müssen Zugang haben.

„Und das haben sie auch“, erklärte gestern Jana Winkler von der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf Anfrage unserer Zeitung. Da könne es sich nur um eine kurzfristige Behinderung gehandelt haben. Das lasse sich im Zuge der Bauarbeiten nicht immer vermeiden. Die Landesbehörde habe im Vorfeld Anwohner und Behörden, sprich Stadt und Polizei, und auch die Rettungskräfte über Sperrungen und Möglichkeiten der Zufahrten informiert. Und man habe eine entsprechende Beschilderung angebracht. Die Zufahrt zur Straße Auf dem Brunnen sei grundsätzlich frei, so Winkler. Sicherlich könne es immer mal zu kurzzeitigen Behinderungen kommen. Winkler bittet die Anlieger deshalb um Verständnis.

Das können nicht alle Anwohner aufbringen. „Am Mittwochabend war die Straße für einige Zeit gesperrt. Wir wurden davon nicht in Kenntnis gesetzt“, beschwert sich ein Anwohner. Auch sein Nachbar sei am Abend nicht zu seinem Grundstück gekommen.

Am Donnerstag gab es einen weiteren Grund für Unmut: „Die Müllabfuhr hat die Tonnen nicht abgeholt.“ Wohl, weil das Fahrzeug nicht durchkam. Was nun?

Die Anwohner sorgen sich zudem: „Was, wenn es hier brennt. Kommt dann überhaupt die Feuerwehr zu uns?“ Diese Sorge kann Bassums Ortsrandmeister Claas Meyer nehmen. „Wir sind über die Baumaßnahme informiert und können im Ernstfall von jeder Seite an die Bebauung. Auf dem Brunnen zur Not auch über die Zuwegung Unter den Linden.“ Das sei zwar ein bisschen eng, aber machbar. „Und zur Not legen wir Schläuche“, sagt Meyer. Baumaßnahmen seien immer mit Mehraufwand verbunden, diese Baustelle aber stelle kein Problem dar. Dieser Meinung schloss sich auch die DRK-Rettungswache auf Nachfrage an.

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