Begegnungsfest am Bassumer Freibad

Bunter Tag trotz grauer Kulisse

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Bernhard Sauers Unterschriftenaktion kam gut an.

Bassum - Von Angelika Kratz. Es schüttete zum Auftakt des Begegnungsfestes von Bassumern und Flüchtlingen. Vor allem bei der Abholtour mit dem Fahrrad zu den Wohnungen der Asylbewerber war die Regenkluft angesagt. Eine große Gruppe Bassumer Bürger machte sich dennoch auf den Weg, ihre Neubürger abzuholen.

Grau war die Kulisse, aber alles andere spielte sich später bunt unter den regensicheren Zeltplanen am Bassumer Freibad ab.

Gekommen waren trotz des anfänglichen Schietwetters viele Besucher. Jürgen Donner vom Ordnungsamt der Stadt spricht von mindestens 550 Menschen. Alle gingen ganz locker und ohne Berührungsängste auf einander zu.

Mitten im Treiben waren auch Bürgermeister Christian Porsch, Erster Stadtrat Norbert Lyko, Heiner Herholz von der Flüchtlingsinitiative Willkommen in Bassum sowie Johannes Stephens und Marlis Winkler von der Diakonie. „Ein Fest, wo es hingehört“ hatte die Initiative perfekt im Bassumer Bad in Gang gesetzt.

Im Vorfeld hatten viele fleißige Helfer in der Küche der Familie Szymanowski leckere Delikatessen zubereitet. Das Buffet war Multikulti: mit Pflaumenkuchen, Kuskusbällchen und den spätsommerlichen Wespen als Dekoration auf von Honig durchtränkter Baklava.

Begegnungsfest im Naturbad Bassum

Die Musik von Splendid Time mit ihrem verlockenden Angebot, Instrumente einfach selber in die Hand zu nehmen, ließ die Menschen noch einen Zentimeter weiter zusammenrücken. Die Bassumer lachten zusammen mit den Menschen vom Balkan oder aus Syrien, sie schlugen die Hände rhythmisch auf dem Cajón, und trotz grauer Regenwolken schien die Sonne irgendwie doch über dem Multikulti-Fest.

Auf der Wiese konnten die Besucher gemeinsam über ein Seil tanzen, sie konnten Tischfußball spielen, die Tombola lockte mit tollen Preisen und Heike Christian backte mit Hilfe von Jürgen Waitz Waffeln.

Diakon Sauer sammelt Autogramme

Diakon Bernhard Sauer konnte auf einem Willkommensschild immer mehr Besucher zum roten oder blauen Stift für eine persönliche Unterschrift überzeugen. Mehrfach musste er die Bögen wechseln, denn viele gaben ihr Autogramm als Statement für die Aktion des Tages ab.

Auf den Tafeln brachten sich auch Elham, die Gynäkologin, und ihr Ehemann, ein Kinderarzt aus Syrien, mit ihrer Unterschrift ein. Ebenso die 19-jährige Batool, die gerne Gespräche mit den Deutschen suchte. Die Möglichkeit, die neue Sprache zu lernen, hat die Frau in Rekordtempo genutzt. „Ich möchte Medizin studieren und habe mich an vier Universitäten beworben“, erzählte sie.

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