Umleitung über B 51 und Stühren

Umfangreiche Bauarbeiten in Bassum: Vollsperrung der Harpstedter Straße

Eine Radfahrerin fährt auf der Harpstedter Straße in Bassum. Dort deutet ein Baustellenschild auf die bevorstehenden Arbeiten hin.
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Demnächst mit eigenem Fahrradstreifen: die Harpstedter Straße. Wegen umfangreicher Bauarbeiten an Straße, Kanalisation und Gehweg werden Anlieger und Pendler sich für über ein Jahr auf Einschränkungen gefasst machen müssen.

Auf der Strecke zwischen Bassum und Harpstedt werden sich Verkehrsteilnehmer ab kommender Woche auf Einschränkungen inklusive einer Vollsperrung einstellen müssen. Grund sind Bauarbeiten an der Harpstedter Straße/L 776.

Bassum – Der Bereich zwischen der Straße Amtsfreiheit und dem Ortseingang Helldiek ist über ein Jahr lang für den Durchgangsverkehr gesperrt: Laut Mitteilung der Stadt Bassum voraussichtlich von Montag, 4. Oktober, bis Ende November 2022. Der Verkehr zwischen Bassum und Harpstedt wird einen weiten Umweg nehmen müssen: Die Umleitung verläuft über die B 51, durch Stühren (L 340) zur Harpstedter Straße in Holzhausen.

Die Stadt bittet, sich auf die neue Verkehrssituation einzustellen. Sie werde sicherlich einige Behinderungen mit sich bringen und einen höheren Zeitaufwand erfordern.

Der Bauabschnitt hat zwar nur eine Länge von rund 680 Metern, aber die Arbeiten sind umfangreich. „Das ist ein großes Brett“, sagt Sonja Stuwe, Leiterin der Straßenmeisterei Bassum, die für die Bauüberwachung zuständig ist. Die Federführung hat die Straßenbau-Behörde in Nienburg. Nach deren Auskunft liegen die Gesamtkosten bei rund 2,5 Millionen Euro.

Im Zuge der Bauarbeiten steht eine Erneuerung der Fahrbahn an, deren Oberfläche Spur-Rinnen und andere Schäden aufweist. Aber auch Kanalarbeiten stehen an. Zudem nutzt die Stadt die Gelegenheit, die sogenannten Nebenanlagen zu erneuern.

So ist ein Ausbau der Gehwege sowie die Schaffung beidseitiger Schutzstreifen für Radfahrer vorgesehen. Die Schutzstreifenmarkierungen sind mit einer Breite von 1,50 geplant. Laut Verwaltungs-Vorlage ist die verbleibende Fahrgasse dafür ausreichend, dass sich zwei Autos begegnen können, während größere Fahrzeuge den Schutzstreifen überfahren könnten. Die Markierung soll die Fahrbahn optisch verengen und damit die Durchschnittsgeschwindigkeit verringern.

Den Ausbau dieses zweiten Abschnitts hatte der zuständige Ausschuss für Stadtentwicklung bereits Anfang 2017 diskutiert – und mit zwei Änderungen beschlossen: Einerseits soll die Straßenbauverwaltung als Ersatz für 17 gefällte Linden 34 neue Bäume pflanzen. Andererseits sprach sich der Ausschuss dafür aus, dass am Ortseingang eine Verkehrsinsel als Querungshilfe entsteht. Die soll nun auch kommen, und am Ortseingang zur Verkehrsberuhigung beitragen.

Schon 2017 stand in der Vorlage, dass der vorhandene bauliche Zustand der Ortsdurchfahrt „die Anforderungen aus dem regelmäßigen Verkehrsaufkommen seit geraumer Zeit nicht mehr“ erfülle. Die Verwaltung war seinerseits davon ausgegangen, dass die Bauarbeiten im Jahr 2019 erfolgen würden.

Laut Sonja Stuwe von der Bassumer Straßenmeisterei hängt die Verzögerung des Baubeginns mit dem Material-Mangel auf dem Baustoff-Markt zusammen. Die beteiligten Firmen hätten Schwierigkeiten gehabt, an Materialien für die Kanal-Erneuerung zu kommen.

Für den Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV) wird im Zuge der Straßen-Bauarbeiten die Kanalisation erneuert. Denn diese ist, so Stuwe, „sehr, sehr alt“. „Es wird durchaus in die Tiefe gegangen“, sagt sie – was auch der Grund für die geplante Dauer der Bauarbeiten von über einem Jahr sei.

Zwei lokale Unternehmen übernehmen die Straßen- und Tiefbauarbeiten: Meyer aus Bassum und Wragge aus Barnstorf. Für Juri Gellert vom städtischen Bauamt ein Vorteil: „Das sind ortskundige Firmen.“ Die würden es übernehmen, die betroffenen Anwohner zu informieren. Das ist auch deshalb wichtig, weil es für Anlieger nicht immer möglich sein wird, den Baustellenbereich umfahren. Sie müssen sich also darauf einstellen, zeitweise abseits zu parken und zum Auto laufen müssen.

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