Bisher im Zeitplan

Bauarbeiten an der B 51: Pendler brauchen bis Mitte Dezember Geduld

Die mit Folie versiegelte Wand an der Eisenbahn-Unterführung. Die robuste Spezialbeschichtung braucht Zeit zum Aushärten.
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Umfangreiche Sanierung: Die aufwendige Wandversiegelung wird auf der B 51 in Höhe der Stadt Bassum noch bis Ende des Jahres wechselseitig instandgesetzt. Die robuste Spezialbeschichtung braucht Zeit zum Aushärten.

Die Bauarbeiten bei der Eisenbahn-Unterführung liegen im Zeitplan. Bis Mitte Dezember werden sich Autofahrer auf der B 51 bei Bassum jedoch noch gedulden müssen.

Bassum – Ampel grün: eine Handvoll Autos fährt weiter. Ampel rot: Warten. Pendler müssen sich auf der Bundesstraße 51 bei Bassum voraussichtlich noch bis zum 16. Dezember in Geduld üben. Aufgrund von umfangreichen Trogbauarbeiten an der Unterführung unter der Eisenbahnstrecke ist die Fahrbahn bis zum Ende der Bauarbeiten halbseitig gesperrt. Eine mobile Ampelanlage regelt den Verkehr.

Zu Stoßzeiten kommt es zu Staus.

Die Baustelle, die seit rund vier Wochen – Start war am 16. August – eingerichtet ist, liege voll im Zeitplan, berichtet Sonja Stuwe, die Leiterin der Bassumer Straßenmeisterei, auf Anfrage. Die Baustelle geplant und koordiniert hat die Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Nienburg.

Die komplette Sanierung der Seitenwände kostet rund 850 000 Euro. Das Vorhaben sei aufwendig und dauere. „Das wird eine längere Baustelle und da wird ordentlich was gemacht“, sagt Stuwe.

Die insgesamt vier Bauabschnitte werden in unterschiedlichen Schritten angegangen und wechseln zwischendurch auch die Straßenseite. Das heißt, dann wird mal die eine und mal die andere Fahrbahn gesperrt.

Grund für die Maßnahme ist, dass die alten Beschichtungen abgängig seien, so die Leiterin über die „untypische Baustelle“.

Vor 28 Jahren wurde die Ortsumfahrung eingeweiht. Nun ist die Sanierung fällig. Solch aufwendige Vorhaben kämen im Bereich der Bassumer Straßenmeisterei „vielleicht alle 10 bis 15 Jahre vor“, schätzt Stuwe. Doch sie bleibt betont zuversichtlich: „Bisher läuft alles im Zeitplan.“ Unvorhergesehene Schwierigkeiten seien bislang nicht aufgetaucht.

Die Bauarbeiten werden nicht von der Straßenmeisterei selbst ausgeführt. Das Straßenbauamt hat die Maßnahme ausgeschrieben und an ein Unternehmen vergeben. Dabei sei die Straßenmeisterei auch nicht als Bauüberwacher tätig, sagt Stuwe.

Auf der Baustelle verschnaufen währenddessen zwei Männer in Ganzkörperschutzanzügen mit Atemschutzmaske. Sie sandstrahlen die alte Beschichtung von der Seitenwand runter. Danach wird die neue Klinker-Verkleidung sowie eine spezielle neue Beschichtung aufgetragen. Diese ist laut Stuwe „extrem frostsicher und beständig“. Selbst gegenfahrende Fahrzeuge können ihr kaum etwas anhaben.

Diese Robustheit hat ihren Preis. Die Beschichtung werde über mehrere Wochen in verschiedenen Lagen aufgetragen und brauche „sehr lange“ zum Austrocknen, berichtet die Leiterin der Straßenmeisterei.

In der Regel komme es auf der Umgehungsstraße in Bassum häufiger zu sogenannten Anprall-Schäden, so Stuwe. Die Fachleute sprechen davon , wenn Fahrzeuge gegen die Seitenwände oder mit ihrer Oberseite an der Brückenunterseite entlang schrammen.

Weichen Pendler nun während der Bauphase vermehrt durch die Bassumer Innenstadt aus? Aus der einen Richtung über die Industriestraße und aus der anderen über die Osterbinder Straße? – Nein, sagt auf Anfrage Andreas Abelt, der Leiter des städtischen Ordnungsamts. „Zu Ausweichverkehr durch Bassum ist es bislang nicht gekommen.“ Seine Behörde habe zumindest „keine vermehrte Verkehrsbehinderung aufgrund von Ausweichverkehr“ registriert. Zusätzliche verkehrsregelnden Maßnahmen im Innenstadtberich seien daher zur Zeit nicht vorgesehen.

Aber nichts ist perfekt: Ein Problem gab es dann doch noch: Die Meldung über das Bauvorhaben gelangte erst mit rund vier Wochen Verzögerung zur Verkehrsmeldezentrale in Hannover. Dort werden die Verkehrswarnungen für Radiosender und Navigationssysteme koordiniert.

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