Femke Agena, Sönke Ziemer und Caroline Poggenburg reisen für ein Jahr nach Übersee

Bassumer zieht es „Weltwärts“

„Hier befindet sich fürs nächste Jahr unsere Wahlheimat“, zeigen Femke Agena und Sönke Ziemer, während Caroline Poggenburg zwei ihrer Ölbilder präsentiert.

Bassum - BASSUM (bbk) · Große Abenteuer liegen vor drei frisch gebackenen Abiturienten, die sich für einen einjährigen Aufenthalt entschieden haben: Femke Agena aus Bramstedt zieht es nach Uganda, Sönke Ziemer, ebenfalls aus Bramstedt, wird elf Monate in Kenia leben und Caroline Poggenburg aus Neubruchhausen hat sich für Brasilien entschieden.

Alle drei werden Deutschland im September im Rahmen des Freiwilligendienstes „Weltwärts“ verlassen. Femke Agena (19) hat sich der Entsendeorganisation „VIA e.V.“ (Verein für internationalen und interkulturellen Austausch) angeschlossen und wird in Kabasanda (Uganda) helfen, an einer Schule für taubstumme Kinder zu unterrichten. Sie wird zusammen mit 50 Jungen und Mädchen sowie den ansässigen Lehrern in der Schule wohnen. Femke hat sich während ihres 13. Schuljahres bereits ehrenamtlich beim „Erlentanz“, einer abendlichen Tanzveranstaltung für behinderte Kinder, engagiert und einmal wöchentlich freiwillig in einem Kinderhort Grundschülern bei ihren Hausaufgaben geholfen.

„Weltwärts“ geht es für Sönke Ziemer (19) nach Ghazi (Kenia). Elf Monate lang wird er dort als „Hilfslehrer“ an einer Grundschule (Klassen 1 bis 8) arbeiten, hauptsächlich mit Schülern der oberen Klassen, da diese Jungen und Mädchen meistens schon Grundkenntnisse im Englischen haben. „Mich reizen die Kulturen anderer Länder, auch die Probleme, mit denen sich die Einheimischen auseinander zu setzen haben“, so der 19-Jährige. „Wenn ich wieder zuhause bin, werde ich wohl studieren, vielleicht auf Lehramt“, sagt der Bramstedter, der sich als Entsendeorganisation den „SCI“, den Service Civil International, ausgesucht hat. Sein Aufenthalt wird ihm als Zivildienst anerkannt.

20 Jahre alt ist Caroline Poggenburg aus Neubruch-hausen. Sie fliegt am 22. September nach São Paulo, um ihren einjährigen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in São Remo, einem Elendsviertel der brasilianischen Millionenstadt anzutreten. Sie nimmt an einem Alphabetisierungsprojekt ihrer Entsendeorganisation „Alavanca Deutschland e.V.“ teil. „In Brasilien ist das staatliche Bildungssystem sehr mangelhaft“, weiß Caroline. „Ohne zusätzliche Unterstützung haben die Jugendlichen nach ihrer Schulzeit kaum eine Chance, eine Universität zu besuchen und landen im schlimmsten Fall auf der Straße“. Caroline hat sich intensiv vorbereitet, neben Spanisch auch noch Portugiesisch gelernt und sich mit der Kultur Brasiliens beschäftigt. „Ich mag die Arbeit mit Menschen, insbesondere mit Kindern, finde es interessant, vor Ort neue Kulturen kennen zu lernen und brauche Herausforderungen“, so die Abiturientin.

Die Projekte aller drei „Auslandsreisenden“ werden von der Bundesregierung mit 75 Prozent der Kosten gefördert. Die restlichen 25 Prozent müssen die Teilnehmer durch Spenden oder Aktionen aufbringen, um so die Hintergründe der Freiwilligendienste „unters Volk“ zu bringen. So hat sich Sönke Ziemer hauptsächlich um Sponsoren innerhalb der regionalen Wirtschaft gekümmert, um seinen auf 1 650 Euro bemessenen Eigenbeitrag zusammen zu bekommen. Ihm fehlen noch rund 300 Euro. Caroline Poggenburg will ihre künstlerische Veranlagung nutzen. Sie hat Bilder in Öl gemalt, die ab dem 14. September im Neubruchhauser Restaurant „Zum Mühlenteich“ zu erwerben sind.

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