Bassumer Posaunenchor probt für Benefizkonzert am 3. Mai in Syke / Spendenübergabe zu Pfingsten in Gusev

„Wo schon mal das Bein mitwippt“

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Der Posaunenchor Bassum unter der Leitung von Kreiskantor Ralf Wosch bereitet sich auf das Benefizkonzert zugunsten der Diakonie in Gusev in der russischen Exklave Kaliningrad vor. Am 3. Mai spielt das Ensemble in der Syker Kirche.

Bassum - Von Ute Schiermeyer. Beschwingte Posaunenlieder erwarten die Besucher eines Konzertes am 3.Mai in der Christuskirche in Syke. Der Posaunenchor Bassum will mit einem Benefizkonzert die Zuhörer in Syke begeistern und Spenden für eine Diakoniestation in Gusev in der russischen Region Kaliningrad sammeln.

Spannende Zeiten stehen dem Posaunenchor Bassum also bevor: Einerseits ist da das Benefizkonzert am 3.Mai in der Christuskirche, andererseits soll der Erlös dieses Konzertes zu Pfingsten persönlich in Gusev überreicht werden.

Zurzeit probt der Chor für das Konzert in Syke. Es soll laut Chorleiter Ralf Wosch ein frühlings- und sommerhaftes Konzert mit fröhlichen, zur Jahreszeit passenden Liedern werden. Geistliche und auch weltliche Stücke werden dabei sein. „Ein großer Teil des Konzertes werden beschwingte, neuere Sachen sein, wo auch schon mal das Bein mitwippt. Oder wo man denkt: Wow!“, berichtet Wosch voller Vorfreude. Aber auch traditionelle, eher bedächtige Stücke, zum Beispiel aus dem 17 Jahrhundert, würden dabei sein.

Beginn ist um 16 Uhr. Das ungefähr einstündige Konzert werde die Zuhörer mitreißen und begeistern, ist sich der Kreiskantor sicher. Man hoffe auf viele Zuhörer und auf großzügige Spenden zugunsten der Diakonie in Gusev.

Zu Pfingsten wird der Bassumer Posaunenchor dann die Stadt in der russischen Exklave zwischen Litauen und Polen besuchen. Zwischen den Bläsern und dem Credo Chor Gusev (Vokalchor) besteht seit längerem eine Freundschaft, so dass die Bassumer nun eine offizielle Einladung der russischen Stadt erhalten haben. Höhepunkt des einwöchigen Aufenthalts werde ohne Frage der Pfingstgottesdienst in der Salzburger Kirche in Gusev sein, den die Bassumer Bläser mitgestalten. „Das ist dort etwas ganz Besonderes. Posaunenmusik ist in Russland nicht üblich. Darauf freuen sich alle Beteiligten in besonderem Maße“, sagt der russlanderfahrene Bläser Klaus Giebel, der schon 13 Mal die Region besucht hat. Außerdem werde man noch in Königsberg auftreten und auch im zur Diakonie gehörenden Pflegeheim. Dort wolle man vor allem mit traditionellem Liedgut in der Art von „Die Gedanken sind frei“ Freude verbreiten, so Wosch.

Die Diakoniestation Gusev beherbergt einen Pflegedienst, eine Kinderspeisung für etwa 50 Kinder aus sozialschwachen Familien sowie ein Behindertenfreizeitheim, etwa für Mutter und Kind. Von den Spenden aus Deutschland werden unter anderem Sanitätsmittel, Rollstühle und das Essen für die Kinder finanziert.

Die Bassumer Chormitglieder sind nun auch schon etwas aufgeregt, schließlich reisen sie in eine abgelegene Exklave. So dreht sich das angeregte Gespräch vor der wöchentlichen Probe am Dienstag um ihre Visa für Russland. Nach Gusev fährt man eben nicht mal eben so. Die Musiker rechnen laut Ralf Wosch mit einer Fahrzeit von 13 Stunden plus X. „Man weiß ja nie, wie lange es an der Grenze dauert“, sinniert er. Das würde ein spannendes Unterfangen werden, denn die Kontrollen seien dort sehr streng. „Aber Musiker haben einen hohen Stellenwert in Russland“, fügt Klaus Giebel hinzu. Als er einmal auf einer früheren Reise eine Orgel und eine Trompete im Gepäck hatte, sei er sehr freundlich und ziemlich zügig behandelt worden. Das blecherne Gepäck im Kofferraum lässt also auf einen reibungslosen Grenzübertritt hoffen.

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