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Bassumer OBS-Schüler erhalten Einblicke in den Arbeitsmarkt

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Von: Anika Seebacher

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Mehrere Bassumer Firmen präsentierten sich auf der Berufsmesse der OBS und gaben den Schülern gern Auskunft über die Ausbildungsmöglichkeiten.
Mehrere Bassumer Firmen präsentierten sich auf der Berufsmesse der OBS und gaben den Schülern gern Auskunft über die Ausbildungsmöglichkeiten. © Seebacher

OBS-Schüler und Bassumer Firmen haben bei einer schulinternen Berufsmesse erste Kontakte geknüpft. Ob im Gespräch oder bei praktischen Übungen - die Jugendlichen konnten sich so einen Eindruck vom Bassumer Arbeitsmarkt verschaffen.

„Die einzige Möglichkeit, Großes zu leisten ist, das zu lieben, was man tut“, sagte der US-amerikanische Unternehmer Steve Jobs. Doch woher soll man wissen, welcher Beruf für sich persönlich der richtige ist – und welche Möglichkeiten der Arbeitsmarkt überhaupt bietet? Rund 250 Schüler der achten bis zehnten Klassen der Oberschule Bassum (OBS) erhielten in dieser Woche bei einer schulinternen Berufsmesse einen Einblick in verschiedene Jobs und Branchen.

Wirtschafts- und Intneressengemeinschaft Bassum hilft dabei, weitere Aussteller zu finden

14 Firmen aus Bassum waren der Einladung von Lehrer Steffen Schumacher vom Fachbereich Arbeit und Wirtschaft an der OBS gefolgt und präsentierten sich an ihren Ständen.

Mit dem Ausbildungszentrum taff als Kooperationspartner der Schule sowie weiteren Betrieben, zu denen bereits langfristige Kontakte bestanden, habe die Idee für die sogenannte BefA begonnen, sagt Schumacher am Rande der Messe. BefA steht dabei für Betriebe für Ausbildung und feierte in dieser Form Premiere. „Es gab 2017 eine ähnliche Veranstaltung. Die war aber deutlich kleiner“, wusste Schumacher aus Erzählungen, da er selbst erst 2019 an die OBS kam. Mit einer Anfrage bei der Wirtschafts- und Interessengemeinschaft Bassum habe er weitere Aussteller gewinnen können, freute er sich über die Bandbreite der Firmen, die sich im Forum, im Foyer und in den angrenzenden Technikräumen den Fragen der Schüler stellten.

Diese besuchten die Messe gemäß den aktuellen Corona-Regeln nach dem Kohortenprinzip in drei Gruppen gestaffelt.

Eine Karriere bei Maas? Diese Gruppe fragt bei den Mitarbeitern nach den Chancen.
Eine Karriere bei Maas? Diese Gruppe fragt bei den Mitarbeitern nach den Chancen. © Seebacher, Anika

Ausgestattet waren alle Jungen und Mädchen mit Fragebögen, die sie an den einzelnen Stationen abarbeiteten. Dabei ging es unter anderem darum, Verdienstmöglichkeiten, den richtigen Weg für eine Bewerbung und Voraussetzungen für den Job herauszufinden. Einerseits dienten die vorgefertigten Fragebögen als „gute Orientierungshilfe“, lobte Monika Finkmann von der Volksbank. Andererseits würden sich viele zu sehr daran klammern und keine eigenen Fragen stellen, wünschten sich andere Firmenvertreter mehr Eigeninitiative.

OBS-Berufsmesse soll zu regelmäßigem Angebot werden

„Die Achtklässler sind aufgeschlossener“, lautete ein Zwischenfazit von Enno Schulz, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit der OBS. Die älteren Jahrgänge hätten sich schwerer mit der Kontaktaufnahme getan. „Insbesondere, wenn Schüler bereits eine Ausbildungsstelle sicher haben, sind sie nicht mehr so interessiert“, bedauerte Schulz. Für alle anderen bot die Berufsmesse eine gute Möglichkeit, potenzielle Arbeitgeber kennenzulernen.

Während Corona sei es für die Firmen nicht leicht gewesen, Ausbildungsplätze zu besetzen. „Wir wurden schon von einigen Partnern auf die Berufsorientierung angesprochen“, berichtete Steffen Schumacher. Umso erfreuter sagten die Firmen zu, als sie für die BefA angefragt wurden. „Für uns ist es selbstverständlich, uns als Bassumer hier zu präsentieren“, machten Gerd und Susanne Meyer von der gleichnamigen Bäckerei deutlich und freuten sich über die interessierten Schüler. Neben den Geschäftsführern beantwortete eine Auszubildende die Fragen der Jugendlichen und gab einen Einblick in den Arbeitsalltag des Unternehmens, das eine Lehre zum Bäcker, Konditor und Bäckereifachverkäufer anbietet.

Am Stand der Bäckerei Meyer testeten die Jugendlichen ihr Wissen über Backzutaten.
Am Stand der Bäckerei Meyer testeten die Jugendlichen ihr Wissen über Backzutaten. © Seebacher, Anika

Neben Gesprächen mit Firmenvertretern konnten die OBS-Schüler an einigen Stationen auch ihr praktisches Geschick zeigen. Während bei der Zimmerei Schorling-Holz ein mobiler Dachstuhl aufgebaut wurde, entstanden beim Ausbildungszentrum taff Figuren aus einem metallenen Bauset.

Zwar beschränkte sich die BefA auf einen Schultag, doch das Thema Berufsorientierung ist damit noch nicht beendet. „Wir arbeiten die Fragebögen im Wirtschaftsunterricht auf“, erklärte Schumacher. Was ebenfalls von der Befa bleibt, sind die Stellwände mit freien Ausbildungsplätzen regionaler Arbeitgeber im Forum.

Überhaupt werde die Vorbereitung auf das Arbeitsleben großgeschrieben, machte der Lehrer mit dem Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit deutlich. So soll die Befa als regelmäßiges Angebot implementiert werden. Darüber hinaus gebe es Praktika sowie ein Training, bei dem Bassumer Unternehmen fiktive Bewerbungsgespräche mit den Jugendlichen führen. Dazu Schumacher: „Das wollen wir im September anbieten.“

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