Bassumer Oberschüler haben Gäste aus Fresnay / Franzosen loben besonders die herzliche Aufnahme / Gegenbesuch geplant

Weder Vorspeise noch Dessert, dafür am Nachmittag frei

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Unbeschwerte Tage haben die Jugendlichen aus Bassum und Fresnay genossen.

Bassum - Von Ute Schiermeyer. „Au revoir“ und „Auf Wiedersehen“ heißt es heute an der Oberschule in Bassum. Eine wunderbare Woche deutsch-französischen Schüleraustausches ist zu Ende, und es ist anzunehmen, dass sich die eine oder andere Träne zeigen wird, wenn die 24 Gastschüler in den Bus nach Fresnay-sur-Sarthe steigen.

Zwischen den Franzosen und ihren Partnern an der Oberschule, ihren Gastfamilien und auch innerhalb der Gruppe haben sich neue Freundschaften gebildet, alte wurden vertieft. „Es war super“, strahlt eine deutsche Schülerin. Ihre Französischlehrerin Eva Launus fügt hinzu: „Alles gut gelaufen!“

Sie erzählt, dass die französischen Schüler der Klassen 6 bis 9. den herzlichen Empfang in Bassum besonders betonen möchten. Am ersten Abend hatte es ein Begrüßungsfest mit Buffet, Lied- und Tanzvorträgen gegeben. Im Laufe der Woche standen unter anderem eine Rallye durch Bassum und Fahrten nach Hamburg und Bremen auf dem Programm. Die größeren Veranstaltungen wurden zusammen mit Syker Realschülern und Gästen aus Frankreich unternommen.

Ein Grillfest beim 14-jährigen Linus und seinem französischen Besucher Brice war sicher ein weiterer Höhepunkt. Das gelungene Fest mit bester Stimmung haben die Jugendlichen selbst auf die Beine gestellt. Linus' Eltern Silke und Walter Brunner, die sich schon seit mehreren Jahren für die Partnerschaft Fresnay-Bassum engagieren, hissten auf ihrem Hof in Nüstedt sogar die französische Flagge.

Um Land und Leute in Deutschland kennen zu lernen, haben die Betreuer ein Arbeitsheft vorbereitet, welches die Gäste zusammen mit ihren „Compagnons“ (deutschen Partnern) und Gastfamilien im Laufe der Woche bearbeiten konnten. Gemeinsamkeiten und Unterschiede wurden aufgespürt. Die Franzosen stellen die größten Unterschiede beim Essen fest. „Es gibt keine Vorspeise und kein Dessert in Deutschland“, schreibt eine Schülerin. Und dass es in Deutschland keine festen Essenszeiten gäbe, sei den Schülern aufgefallen. Dagegen haben sie das Leben am Nachmittag als viel freier empfunden und genossen, denn in ihrer Heimat geht der Unterricht immer bis 16.20 Uhr.

Die gerade geschlossenen Freundschaften müssen nun aber nicht beendet werden, sondern können über die Grenzen hinweg fortbestehen und im nächsten Jahr in Fresnay vertieft werden. Dann fahren die Bassumer Schüler für eine Woche nach Frankreich. Mit dabei sein wird der neue Französischlehrer Florian Meyer, der fortan Eva Launus bei diesem Projekt unterstützen wird.

Der Schüleraustausch zwischen den beiden Städten existiert seit mehr als 40Jahren und wurde hauptsächlich von dem Bassumer Lehrer Dieter Delicat getragen.

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