Erst Rumpf, dann Wecker

Bassumer Kulturforum startet mit zwei Knallern ins neue Jahr

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Konstantin Wecker gibt ein Benefizkonzert in Bassum.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Mit zwei Knallern startet das Bassumer Kulturforum ins neue Jahr: Im Januar singt Inga Rumpf in der Stiftskirche, im März steht Konstantin Wecker auf der Kulturbühne.

„Wir freuen uns sehr über die gelungenen Engagements“, sagen Gudrun Lösche, Berthold Kollschen und Claus Ulbrich vom Kulturforum.

Konstantin Wecker verzichtet auf seine Gage. Den Ausschlag dafür gab das familiäre Umfeld des Sängers und Liedermachers. Weckers Frau Annik kommt aus Bassum. Deren Mutter Hedda Berlin engagiert sich sehr für bedürftige Kinder, und so kam ihr die Idee des Benefizkonzertes. Der Erlös kommt zu 100 Prozent einer karitativen Einrichtung in Bassum zugute.

Verkauf hat schon begonnen

Die Karten kosten 30 Euro. Wer ein Ticket haben möchte, sollte sich beeilen. Der Verkauf hat bereits begonnen bei Papier & Tinte und im Bürgerservice. Eine Abendkasse gibt es nicht.

Wecker präsentiert sein Programm „Poesie und Widerstand“, mit dem er anlässlich seines 70. Geburtstages auf Tour ist. „Seine Lieder sind politisch – heute wie früher“, sagt Ulbrich. „Und vielleicht auch noch ein bisschen radikaler als vorher?“ Der Zuhörer darf gespannt sein. Wecker singt, „weil ich ein Lied habe“, heißt es in einem Songtext von ihm. Er hat etwas zu sagen.

„Und er ist ein fantastischer Entertainer“, schwärmt Ulbrich, der den Poeten und Komponisten kürzlich in der Glocke in Bremen erlebt hat.

Inga Rumpf in der Stiftskirche

Ebenfalls 70 Jahre alt, aber kraftvoll wie eh und je, ist Inga Rumpf. Sie tritt am 21. Januar in der Stiftskirche auf. Die Sängerin kommt nicht allein, sondern bringt mit Joe Dinkelbach und Thomas Biller zwei versierte und bekannte Musiker mit.

Gudrun Lösche hat das Konzert angefragt. „Ich habe Inga Rumpf schon Ende der 60er-Jahre in Hamburg erlebt. Damals gab es bei mir um die Ecke einen Partykeller, wo die noch unbekannten Udo Lindenberg, Inga Rumpf oder Jean-Jacques Kravetz auftraten – bekannt als die City Preachers.“ Lösche ist seitdem Fan der Sängerin.

Rumpf wird alte Klassiker im Gepäck haben, aber auch neue Songs präsentieren. „Sie ist bekannt für ihre Vielschichtigkeit“, schwärmt Lösche. Der Zuhörer darf sich auf eine Mischung aus Jazz, Blues und Soul freuen. Karten gibt es bereits im Vorverkauf für 23 Euro, auch in den Geschäftsstellen der Kreiszeitung. An der Abendkasse sind 25 Euro zu zahlen. Es gibt freie Platzwahl.

Schottische und keltische Lieder in der NWDSB-Halle

Klassisch wird es am 9. März. Vier Musiker der Deutschen Kammerphilharmonie Nordwest sind zu Gast auf der Kulturbühne und bieten Werke von Franz Schubert, Gustav Mahler und Anton Webern. Tickets sind für 20 Euro im Vorverkauf erhältlich.

Gudrun Lösche freut sich auf den 24. März – dann bittet der Schotte Sandy Brechin mit seinen Freunden in der NWDSB-Halle zum Tanz. Gespielt werden schottische und keltische Lieder. Das Besondere: Wer möchte, kann auch schottische Tänze ausprobieren und mitmachen. Ein Spaß für Tänzer und Zuschauer gleichermaßen.

„Die Schrittfolge ist ganz einfach“, weiß Lösche aus eigener Erfahrung. Sie war dieses Jahr in Rudolstadt bei einem Folkfestival und erlebte Brechin. „Die Musik ist derart mitreißend, da muss man einfach mitmachen. Mein Mann ist nun wirklich kein Tänzer. Aber selbst er war begeistert dabei. Ich dachte, das ist was für Bassum.“ Tickets gibt es im Vorverkauf für 18 Euro.

Philosophie im Mai

Im Mai philosophieren Moderator Dirk Böhling und die Schauspielerin Sabine Urban über „Männer und Frauen“ – präsentieren Texte von Loriot, Tucholsky, Ringelnatz und Kästner. Am Klavier sitzt Hans-Jürgen Osmers.

Jazzig wird am 21. Mai im Vorwerk mit „Eine kleine Jazzmusik“ aus Hamburg. Der Eintritt ist frei.

Liedermacher Klaus Irmscher bildet am 15. Juni den Abschluss des ersten Halbjahres. Er selbst bezeichnet sich als „singenden Geschichtenerzähler“.

Eine Veranstaltung, die im Programm des Kulturforums nicht fehlen darf, ist der Bassum Talk. Termin ist der 4. Februar. Das Thema wird noch bekannt gegeben.

Flyer liegen in den Geschäften aus. Erstmals hat das Kulturforum das Programm auch als Beilage in einigen Ausgaben der Kreiszeitung beigelegt – und so auf einen Schlag 18.500 Stück verteilt.

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