Bassumer Kantorei und Solisten begeistern mehr als 160 Zuhörer

Glockenklare Glanzlichter

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Bariton Wenzel Catima im Requiem von Gabriel Fauré.

Bassum - Von Berthold Kollschen. Wer geglaubt hat, dass bei dem schönen Wetter am Sonntag die Stiftskirche zum Konzert der Bassumer Kantorei nur spärlich besucht sei, sieht sich positiv überrascht: Weit mehr als 160 begeisterte Zuhörer füllten das Hauptschiff und zollten den Sängerinnen und Sängern, dem Organisten Ralf Wosch und Réka-Zsuzsánna Fülöp als engagierte Leiterin und Dirigentin langanhaltenden Schlussapplaus.

Kurz nach dem Verklingen der Kirchenglocken setzte eine spannende Ruhe im ein, die alle Zuhörer auf ein herausragendes Konzert fokussierte. Schon das erste Stück, „Hör mein Bitten“ für Chor, Sopran und Orgel von Felix Mendelssohn-Bartholdy, war ein Einstand nach Maß. Den Beginn der Kantorei krönte Frauke Buchroth (Sopran) als Solistin, die mit ihrer glockenklaren Stimme neben dem einfühlsamen Orgelspiel von Ralf Wosch und der harmonischen Vielstimmigkeit der Kantorei die Latte für das Konzert gleich zu Anfang hoch legte.

Dem zunächst von der Anordnung der Kirchenbänke mit Blick auf die Orgel und der Aufstellung der Kantorei vor der Orgelempore überraschten Zuhörer wurde schnell klar, dass sich die Neuorientierung sowohl für die Protagonisten als auch für die Besucher als äußerst zuträglich erweisen sollte.

„Wir finden es prima, dass man auf diese Art und Weise die Orgeltöne nicht, wie in der Stiftskirche üblich, über den Rücken zu hören bekommt“, waren sich Gisela Puckner und Aline Klußmann einig, selbst begeisterte Chorsängerinnen im Gemischten Chor Bassum, nachdem Ralf Wosch das Stück „Le Jardin Suspendu“ für Orgel von Jehan Alain gespielt hatte. „Unser Kantorenpaar ist ein Juwel“, so die beiden weiter. „Besseres konnte Bassum kaum passieren“.

Eine gelungene Abwechslung zur bis jetzt oft lyrischen Musik gab Wosch mit dem Carillon von Henry Mulet „Tu es petra“. Lustig beschwingte Melodien, fast ein wenig wie leichte Zirkusmusik dahinplätschernd, wirkten stark auf das konzentrierte Publikum.

Es folgten das „Ave verum“ für Chor und Orgel von Edward Elgar, das berühmte „Abendlied“ von Joseph Gabriel Rheinberger in einer a-capella-Version sowie das „Prélude“ Ré Mineur für Orgel von Théophile Stern.

Eingeleitet von Walter Bellingroth, der aus dem 1.Johannesbrief Kapitel 4 „Gott ist Liebe – Gott lebt in uns“ vorlas – der Brief fasse Sinn und Inhalt des gesamten Evangeliums zusammen, so Bellingroth – dann als Höhepunkt und Abschluss des gelungenen Konzertes das Requiem für Chor, Solisten und Orgel von Gabriel Fauré. Hier durfte man sich auf Melissa Meyer (Solo-Sopran) und auf Wenzel Catima (Solo Bariton) freuen, die dem Gesamtprojekt des sonntäglichen Konzertes weitere Glanzlichter verliehen.

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