Bassumer Kantorei gibt in Frankreich ein gemeinsames Konzert mit dem Chor Ophélia aus Fresnay

Zwei Chöre auf einer Wellenlänge

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Die Bassumer Kantorei erlebte ein tolles Konzert in Frankreich.

Bassum - Von Frauke Albrecht. „Ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass die beiden Chöre es schaffen, gemeinsam zu singen, ohne viel gemeinsam zu proben.“ Johanna Block, Vorsitzende des Freundeskreises Europäischer Partner, zeigt ein Foto des Konzerts der Bassumer Kantorei und des Chors Ophélia in Fresnay in Frankreich.

„Es war fantastisch“, schwärmt sie. Seit den 1980er-Jahren gibt es einen Austausch zwischen den beiden Chören. Treibende Kräfte waren viele Jahre der frühere Bassumer Kantor Siegfried Rohlfing und der Leiter der Musikschule in Fresnay, Laurent Beunache.

Mittlerweile haben beide Chöre neue Leiter und es war unklar, ob der Kontakt weiter bestehen bleibt. „Umso mehr hat es mich gefreut, dass Ralf Wosch und seine Frau Réka Zsuzsànna Fülöp die Besuche fortführen“, sagt Block. Im Oktober habe man zusammen gesessen und erste Ideen besprochen. Für Wosch stand fest, das geplante Requiem von Gabriel Fauré (Premiere in der Stiftskirche Anfang Mai) nicht nur in Bassum, sondern auch in Frankreich aufzuführen.

Von französischer Seite gab es anfangs leichte Bedenken, ob der Chor das hinbekommt. „Wir haben erst im Januar grünes Licht erhalten. Nicht viel Zeit. Wir hatten viel zu tun“, erinnert sich der Kantor. Mit dem Ergebnis ist er sehr zufrieden.

29 Sängerinnen und Sängern der Bassumer Kantorei fuhren am 13. Mai nach Frankreich. Mit Vertretern des Freundeskreises und der Stadt bestand die Gruppe aus 70 Personen. „Wir waren noch keine Stunde da, da war die erste Probe angesetzt. Und das zur Mittagszeit. Das erklären Sie mal den Franzosen, die Essen vorbereitet hatten“, schmunzelt Block. Es half aber nichts. Das Mittagessen musste abgekürzt werden. „Uns blieben für das eineinhalbstündige Konzert fünf Stunden Probenzeit“, erzählt Wosch.

Es hat gereicht: „Das Konzert in der Eglise Notre Dame war unglaublich gut“, sagt Block. Und auch Wosch ist zufrieden. Beide Chöre hatten gemeinsame Parts und Soli. Ralf Wosch spielte die Orgel. „Das hat mir in Fresnay sogar noch etwas mehr Spaß gemacht, als in Bassum“, gesteht er. Das liege daran, dass er eine ganz besondere Orgel spielen durfte. „Eine mit einem Schwellwerk. Die ermöglicht es, lauter und leiser zu werden, wie ein Chor. Für dieses Werk wie geschaffen.“

Vor dem Konzert musste Wosch die Orgel erstmal entstauben, da die Gemeinde in Fresnay derzeit keinen Organisten hat. „Da zeigt sich gute Handwerksarbeit. Wenn unsere Orgel so lange unbespielt wäre, sie wäre grässlich verstimmt“, schildert Wosch. Nicht so in Fresnay. Er setzte sich ran – „und wäre von den Franzosen am liebsten da behalten worden“, erzählt Block weiter.

Die Bassumer erlebten abwechslungsreiche Tage mit Empfang im Rathaus, Besuch in Le Mans und vielen guten Gesprächen. In drei Jahren werden die Bassumer Gastgeber sein. Der neue Leiter des Chors Ophélia, Julien Michaud, hat für 2018 bereits zugesagt.

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