Bassumer Indyfilms-Crew dreht Roadmovie in Norwegen

„Jung sein verlernt man nicht“

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Das generationenübergreifende Indyfilms-Team drehte in Norwegen ein Roadmovie.

Bassum - Für Dominik Neisser war es die Erfüllung eines lange gehegten und mit viel Aufwand verbundenen Wunsches: Zusammen mit seiner Indyfilms-Crew hat er jetzt in Norwegen das durch Spenden finanzierte Roadmovie „Jung sein verlernt man nicht“ gedreht. Neisser war dabei Hauptverantwortlicher und Bindeglied zwischen den Generationen – der Jüngste im Team ist 10, der Älteste 78.

Indyfilms – das sind neben dem 45-jährigen Neisser die Jugendlichen Joost Harenborg, Elia Giersberg, Dominik Butzke und Austen Dobrin-Stein, Neissers Sohn Joshua und der 78-jährige Peter Steinke, ein Freund des Chef-Organisators.

„Natürlich hat uns das Thema der unterschiedlichen Generationen begleitet“, sagt Neisser. „Es war nicht immer leicht für unseren Film-Opa, sich einzufinden in die von der Spontaneität und Flexibilität der Jugendlichen stark beeinflussten Reisedynamik.“

Aber auf die Strapazen der Reise und die Übernachtungen in der Wildnis habe sich Peter Steinke immer wieder eingelassen, habe hilfsbereit und tatkräftig am Erfolg der abenteuerlichen Reise mitgewirkt.

„Ich musste mich sehr stark zurücknehmen“, sagt Steinke. „Es ist sehr schwierig für mich, mich in einen oftmals chaotisch verlaufenden Tagesablauf einzufügen.“ Aber es sei „ein schönes, dankbares Gefühl, mit wesentlich Jüngeren erlebnisreiche Zeiten aktiv verbringen zu können“.

Für den zehnjährigen Joshua war die Fahrt ein großes Abenteuer, sagt Dominik Neisser. Die Fahrt, das Leben in der Wildnis, die Zeit in einer Gruppe Älterer haben ihn sehr reifen lassen.

So ungleich die Gruppe auch war – die gemeinsame Arbeit hat sie zusammengeschweißt. „Egal, was wir für Herausforderungen oder Probleme hatten, wir konnten alles mit Hilfe der Gruppe lösen“, sagt Joost Harenborg.

In „Jung sein verlernt man nicht“ geht es um einen Jugendlichen, der sich wegen Liebeskummer das Leben nehmen will und von seinem Opa in eine neue Zukunft gelenkt wird. In der Wildnis Norwegens schöpft er gemeinsam mit seinen Freunden neuen Lebensmut.

Den Titel interpretieren die Generationen unterschiedlich. Für Steinke bedeute das Jung-Sein vor allem das biologische Alter und der körperliche Zustand, für die anderen ging es mehr um kindliche beziehungsweise jugendliche Qualitäten wie Flexibilität, Spontaneität und Einfachheit.

Beeindruckt war die Filmcrew besonders von der Natur Norwegens. „Durch die Möglichkeit, mit einem Quadrokopter Luftaufnahmen zu machen, sind uns spektakuläre Aufnahmen gelungen“, kündigt Neisser vielversprechend an. Kameraflieger Joost sei unglaublich nervenstark gewesen. Den Quadrokopter habe er ähnlich wie seine Angel zum Fliegenfischen perfekt im Griff gehabt.

Film soll im

Frühjahr fertig sein

Neisser lobt auch die Leistungen der anderen Jugendlichen. Hauptdarsteller Dominik Butzke „hat eine tolle Leistung als Schauspieler“ abgerufen. „Seine Sprungeinlagen von hohen Felsen ins Wasser sind unbedingt sehenswert.“

Austen Dobrin-Stein hat „ein unerschöpfliches Potential“ bewiesen, auch in schwierigen Situationen für Spaß zu sorgen und die Gruppe bei Laune zu halten.

Und Elia Giersberg war der verlässliche Fels in der Brandung. Neben der Arbeit als zweiter Kameramann war er der Koch, kümmerte sich um die Stromversorgung, navigierte die Reise, verwaltete die Finanzen und sortierte die Videos.

So, und wie steht es nun um den Film? „Die wichtigsten Szenen sind geschafft und der echte Film ist im Kopf fertig“, so Neisser. Der Soundtrack fehlt noch. „Wir haben uns mit Musikern getroffen, um den Stil und den Umfang des Soundtracks zu besprechen.“ Außerdem müssen noch drei bis vier Szenen gedreht werden, und der Schnitt wird einige Zeit kosten. „Wir hoffen, dass wir in den ersten Frühjahrsmonaten fertig sein werden.“

han

www.indyfilms.de

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