Bassumer Geflügelschau mit 329 Tieren in der Reithalle Wiebusch / Qualität insgesamt recht gut / Überraschend viele Besucher

Prädikat „Hochfein in den Rassemerkmalen“ selten vergeben

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Bürgermeister Christian Porsch (l.) und der Vorsitzende des Geflügelzuchtvereins Bassum, Ralf Dolling (r.), mit den erfolgreichsten Züchtern (v.l.): Friedhelm Jäger, Manfred Schmidt, Reinhard Hansemann und Wolfgang Fischer.

Bassum - Statt Wiehern und Hufgetrappel war am Wochenende in der Reithalle Wiebusch lautes Krähen, Gackern, Schnattern und Gurren zu hören. Der Geflügelzuchtverein Bassum veranstaltete seine Rassegeflügelschau mit 329 Hühnern Zwerghühnern Enten, Tauben und Gänsen.

Für Besucher waren die erfolgreichsten Tiere leicht zu erkennen, denn ihre Käfige waren mit einem Lorbeerkranz umwunden. Warum sie besonders erfolgreich waren, stand auf den Wertungskarten der Richter. „Hochfein in den Rassemerkmalen“ lautete das nur acht mal vergebene Spitzenprädikat.

Auf den anderen Käfigkarten hatten sie ihr Urteil ausführlicher begründet, auch hier nicht mit Lob gespart, denn insgesamt war die Qualität der ausgestellten Tiere recht gut, doch Details machten den Unterschied. Eine „schiefe Spitzhaube“ bei einem Appenzeller Spitzhaubenhuhn, eine „Spaltfeder“ bei einem Cermani, einem schwarzen Huhn, bei dem sogar der Kamm schwarz war, die fehlende „Tigerung auf dem Schild“, eine ungleichmäßige „Schnippe“ bei einer Taube oder eine zu kleine „Bohne“ bei einer Ente sorgten für Punkteabzüge. Bei einem Huhn entdeckte der Wertungsrichter einen „Entenfuß“, bei einer Zwergente wünschte er sich einen „volleren Kugelkopf“ und bei einem Barnevelder Huhn „etwas mehr Masse“.

Wenn sie nicht selbst Züchter waren, kamen die Besucher, um sich die vielen unterschiedlichen Tiere anzuschauen. Nicht jeder Junge und nicht jedes Mädchen hat im Alltag die Chance, Geflügel aus allernächster Nähe zu betrachten und sich an dem Gefieder zu erfreuen. Sie entdeckten das metallisch blau schimmernde Gefieder der Zwerg-Australorps, die putzigen Hauben der „Appenzeller Spitzhauben“ oder die elegante Haltung der Tümmler-Tauben mit ihrem langen, gestreckten Hals und den durch dunkle Augenringe vergrößerten Augen.

„Feine Täubin mit prima Figur“ hieß es bei einer Taube, und auch die Modeneser gefielen den Besuchern, weil sie nicht ängstlich oder abweisend im Käfig hockten, sondern die Besucher neugierig betrachteten und zutraulich vorne auf den roten Futternapf sprangen, wenn Besuch kam.

Viel Anerkennung gab es für die paarweise in großen Volieren gehaltenen Enten und Gänse. Auch für Ungeübte war hier die Harmonie zwischen den Tieren zu erkennen, die eng nebeneinander standen und sich fast synchron bewegten. Bei den Bahama-Enten notierte der Wertungsrichter ein „hochfeines Paar in Form und Farbe“, und den Streifengänsen bestätigte er ein „vorzügliches Paarverhalten“.

Vorsitzender Ralf Dolling war sehr erfreut über die unerwartet vielen Besucher. Er bedankte sich auch bei Bürgermeister Christian Porsch, der Reinhard Hansemann aus Heiligenfelde den großen Preis der Stadt Bassum für das beste Jungtierpaar überreichte. Porsch gratulierte allen Züchtern, die sich um den Erhalt alter Haustierrassen bemühen und bei ihrem Hobby Entspannung und Entschleunigung erleben

Die Ergebnisse der Rassegeflügelschau in Bassum.

Vereinsmeister: Manfred Schmidt (Zwerg-New Hampshire); Wolfgang Fischer (Show Racer); Vereinsvizemeister Friedhelm Jäger (Zwerg-Reichshühner).

Jugendpokal: Alexander Fischer (Holländische Zwerghühner). Leistungspreis der Werbeschau Portugiesische Tümmler: Gerd Schlamilch, Sassendorf-Triangel.

Leistungspreis für Nichtmitglieder: Jens Bobrink, Bassum (Altenburger Trommeltauben)

Ehrenband des Landesverbandes: Gerd Schlamilch (Mährische Strasser); Reinhard Hansemann (Zwerg-Barnevelder). Ehrenband des Kreisverbandes: Patrick Zielinski, Twistringen (Deutsche Tümmler); Kurt Mohrmann, Barnstorf (Zwerg-Wyandotten); Zuchtgemeinschaft Dreyer, Bassum (Vorwerkhühner; Alexander Fischer (Holländische Zwerghühner).

Bassumer Lindenband: Friedhelm Behrens, Barnstorf (Zwerg-Reichshühner); Erwin Dehmel, Barnstorf (Deutsche Modeneser); Gerd Schlamilch (Portugiesische Tümmler); Claudia Lukat, Schwarme (Australorps)

bt

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