Kunst-Ausstellung

Bassumer Galerie Niehaus zeigt Werke zwischen Harmonie und Disharmonie

André K. Gutbrod platziert eines seiner Bilder an der Wand in der Galerie Niehaus.
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„Fast wie eine psychedelische Reise“: André K. Gutbrod.

„Aufgebrochen“ heißt die Ausstellung, die am 6. November startet. Die Bassumer Galerie Niehaus zeigt Werke, die gegensätzlich sind und die trotzdem harmonieren.

Bassum – „Kunst ist alles oder Kunst ist nichts“, sagt André K. Gutbrod. Ob sie überhaupt Kunst ist oder wegkann, das liege im Auge des Betrachters. Der Weyher Orthopäde malt in seiner Freizeit. „Monumentale Acrylbilder“ sagt seine Galeristin Karin G. Bliefernich dazu.

Zusammen stellen Gutbrod, Jürgen Moldenhauer und Bliefernich ab Samstag, 6. November in der Galerie Nienhaus aus. Entstanden sei die Idee bei einem gemeinsamen Künstlerfrühstück, erzählt Bliefernich: Sie wollte Gutbrods Bilder, die er teils in seiner Praxis zeigt, im passenden Rahmen eines großen Raums dem Publikum zugänglich machen. Daraus ist dann eine Dreier-Ausstellung in ihrer Galerie geworden.

Diese Konstellation findet Künstlerin Karin G. Bliefernich reizvoll, gerade weil ihre Ansätze so unterschiedlich seien, erzählt sie und erklärt: Es gehe um Harmonie und Disharmonie. „Aufgebrochen“ lautet der Titel der Ausstellung.

In der Dreier-Konstellation sei sie die „Schwarzmalerin“, bekennt Bliefernich: „Im schwarzen Bereich fühle ich mich am wohlsten.“ Entsprechende Malereien und Zeichnungen werde sie im Rahmen der Ausstellung zeigen, auch wenn sie drei Tage vor Beginn noch keine endgültige Auswahl getroffen hat.

Gutbrods großflächige Werke sind hingegen informelle, expressive Bilder in satten Rot- und Blau-Tönen. Zu ihrer Entstehung sagt er, das sei „fast wie eine psychedelische Reise“. Und: „Der Maler ist nichts anderes als der Pinsel, der sich führen lässt.“

Vom Punkt ins Dreidimensionale: Jürgen Moldenhauer mit Karin G. Bliefernich und einem seiner Werke.

Jürgen Moldenhauer erklärt wiederum: „Ich komme von der Linie und vom Punkt her.“ Und von dort geht er ins Dreidimensionale: Nicht nur seine Skulpturen aus gefaltetem Metall und aus geschmolzenem Glas mit Beton-Sockel haben eine räumliche Tiefe. Das gilt auch für seine (ebenfalls titellosen) flächigen Arbeiten aus Glas, die aus mehreren Schichten bestehen.

Jürgen Moldenhauers Glas-Beton-Skulpturen lassen Landschaften erahnen – mit mal rauer, mal glatter Oberfläche. Sie laden damit zum Anfassen ein, was in dem Fall durchaus erlaubt ist – was sie mit Gutbrods Bildern gemeinsam habe. Auch er betont das Haptische der mit dem Finger oder dem Pinsel in die Farbe gezogenen Formen.

„Aufgebrochen“

Bis Mittwoch, 22. Dezember, in der Galerie Nienhaus, Nienhaus 1 in Bassum.

Vernissage am Samstag, 6. November um 17 Uhr, mit Saxofon-Improvisationen von Boris Wagner.

Danach Montag, Mittwoch und Freitag 10 bis 18 Uhr sowie Samstag 10 bis 13 Uhr oder nach Vereinbarung: 0173 / 1059635.

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