Vom Neuntöter und der Bärenklaue 

Gästeführer laden zur Klappstuhlführung ein

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Die Gästeführer heißen Besucher herzlich willkommen (v.l.): Anni Wöhler-Pajenkamp, Ingrid Skripalle, Bodo Heuermann, Christa Skubowius, Klaus-Dieter Sprenger und Brigitte Stein.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Zu einem ungewöhnlichen Stadtrundgang laden die Bassumer Gästeführer für Sonntag, 22. Oktober, ein: Klappstuhlführung nennt sich das Angebot. Es ist nicht nur für weniger mobile Menschen gedacht. Eingeladen sind alle, die Lust haben, in gemütlicher Runde mehr über Bassum zu erfahren. Vier verschiedene Themen stehen an diesem Nachmittag im Mittelpunkt.

Den Anfang macht Christa Skubowius. Sie hat sich mit der Geschichte und den Geschichten der Bassumer Häuser befasst und stellt einige Gebäude vor, die es nicht mehr gibt. Da wäre beispielsweise die Gaststätte Albers. „Dort trafen sich früher die Bassumer zum Feierabendbier“, erzählt Skubowius und erinnert sich: „Es gab einen wunderschönen Rosengarten.“ Ihren Vortrag bereichert sie mit Bildern aus dem Stadtarchiv.

Vier Themen an einem Nachmittag

Als zweite wird Anni Wöhler-Pajenkamp die Streuobstwiese in Eschenhausen vorstellen. Diese Fläche hat sich zu einem wahren Kleinod für allerlei Tiere und Pflanzen entwickelt. Dort ist unter anderem der Neuntöter zu finden. Seinen Namen verdankt der unscheinbare Vogel seinem Fressverhalten. Er legt sich gerne Vorräte an. Die Insekten, die er nicht sofort verspeist, spießt er auf spitze Gegenstände auf.

Nach einer Kaffeepause, in der selbst gebackener Kuchen serviert wird, lädt Brigitte Stein zu einer Zeitreise ins Petermoor ein. Sie erzählt von den Anfängen des kleinen Moores und hat einige Anekdoten parat – unter anderem die eines Feuers, das ausgebrochen war, weil jemand mit Munition gezündelt hatte.

Bodo Heuermann ist der letzte in der Runde. Er widmet sich dem Bassumer Stadtwappen, das kürzlich 90 Jahre alt geworden ist. Heuermann erklärt den Zuhörern die geschichtlichen Zusammenhänge, die zu dem Wappen geführt haben – warum beispielsweise die Bärenklaue zu sehen ist und was sie bedeutet. Oder auch, was es mit der Krone auf sich hat, die an die Freudenburg erinnert.

Am 22. Oktober um 14.30 Uhr im Vorwerk

Zwischen den Kurzvorträgen, die etwa 20 Minuten dauern, gibt es Musik mit Claudia Franke-Reckhardt (Flöte).

Die Klappstuhlführung beginnt um 14.30 Uhr . Eine Anmeldung wäre wünschenswert bis zum 20. Oktober im Bürgerservice unter 04241/840. Die Teilnahme kostet acht Euro pro Person. Eine wichtige Information: Die Besucher dürfen sich auf bequeme Stühle freuen. Heuermann: „Keine Sorge, wir stellen keine Klappstühle auf. Das Ganze heißt nur so.“

Für dieses Jahr haben die Gästeführer noch zwei weitere Angebote in petto. Eine Bustour führt am 4. November unter dem Motto Handwerk, Soziales, Landwirtschaft zur Tafel und zum WestFlügel. Um die Symbolik der Stiftskirche geht es am Sonntag, 19. November.

„Die Klassiker wie Stift und Kirche werden immer gut angenommen“, weiß Gästeführer Klaus-Dieter Sprenger aus Erfahrung. Allerdings gab es in diesem Jahr einige Angebote der Gästeführer, die nicht den erhofften Zuspruch fanden. Unter anderem Geocaching. „Sehr schade“, bedauert Skubowius. In anderen Städten würde diese moderne Schnitzeljagd nachgefragt. Die Bassumer wollen 2018 einen neuen Versuch wagen.

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