Mit Sachspenden und schwerem Gerät

Bassumer Firma Marco Preiß hilft im Hochwassergebiet

Von Schlamm-Massen befreit: Friedhof in Dernau.
+
Von Schlamm-Massen befreit: Friedhof in Dernau.

Marco Preiß war für vier Tage im Hochwassergebiet. Er berichtet von unvorstellbaren Zerstörungen, großer Dankbarkeit und einer anfänglichen Irrfahrt.

Bassum – „Man kann es sich nicht vorstellen“, sagt Marco Preiß über das, was er in den Hochwassergebieten gesehen hat. Er kannte natürlich die Bilder aus dem Fernsehen und auf Facebook. Aber das Ausmaß der Zerstörung, sagt der Inhaber einer Bassumer Firma für Erd- und Abbrucharbeiten, „ist um Längen extremer“. Was ihn aber auch beeindruckt hat: „Die Dankbarkeit der Leute – die haben alles verloren.“

Bild der Verwüstung vor malerischer Kulisse.

Mit Tieflader, Mobilbagger, Radlader, Minibagger und zwei Lkw waren sie am Donnerstag um vier Uhr früh nach Rheinland-Pfalz aufgebrochen: Preiß selbst, seine Tochter Patricia, sechs seiner Mitarbeiter und Friedhelm Meyer vom Innenausstatter Dekoratör, alle ehrenamtlich.

Mit dabei hatten sie Sachspenden wie Schaufeln, Besen, Arbeitshandschuhe, Gummistiefel oder Eimer. Außerdem ein Strom-Aggregat von der Firma Bobrink sowie ein Trockengerät und ein Lüfter vom Dekoratör.

Dass diese Dinge gebraucht werden, wussten Marco Preiß und Ehefrau Claudia von einer Anwohnerin aus der Verbandsgemeinde Altenahr. Ein Pkw-Anhänger voll mit Sachspenden war zusammengekommen – wofür Claudia Preiß sich ausdrücklich bedanken möchte.

Vorher und nachher: Derselbe Hof, bevor und nachdem der Bauschutt entfernt wurde.
Vorher und nachher: Derselbe Hof, bevor und nachdem der Bauschutt entfernt wurde.

Den Kontakt zur Anwohnerin hatte ein Lkw-Fahrer vermittelt, der regelmäßig nach Süddeutschland fährt. Allerdings war es schwieriger als gedacht, vor Ort helfen zu dürfen. „Wir wurden zwei Stunden von den Offiziellen von Ort zu Ort durch die Gegend geschickt“, erzählt Marco Preiß.

Schließlich hatte er eine Vertreterin der Gemeinde Dernau am Telefon, mit der Bitte, sofort in die Gemeinde zu kommen. „Dort lief es wie geschnitten Brot“, erzählt der Firmeninhaber.

Gruppenbild nach getaner Arbeit.

Ihre Spenden konnten die Helfer an Sammelstellen abgeben. In Dernau haben die Preiß-Mitarbeiter unter anderem geholfen, Straßen vom Müll zu befreien. Aber auch den örtlichen Friedhof vom Schlamm. Denn dort, so lautet eine bittere Geschichte aus dem Hochwassergebiet, müssen bald Flut-Opfer beerdigt werden.

Sonntag sind die Helfer zurückgekehrt. Claudia und Marco Preiß denken schon an eine Fortsetzung. Nach den Aufräum- und Aufbauarbeiten könnten bald Möbel und Einrichtungsgegenstände gebraucht werden.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Meistgelesene Artikel

Strecke Sulingen-Nienburg: Leeres Gleisbett ist „ein Ärgernis“

Strecke Sulingen-Nienburg: Leeres Gleisbett ist „ein Ärgernis“

Strecke Sulingen-Nienburg: Leeres Gleisbett ist „ein Ärgernis“
Verein Gesundheitssport Sulinger Land: Spaß an der Bewegung vermitteln

Verein Gesundheitssport Sulinger Land: Spaß an der Bewegung vermitteln

Verein Gesundheitssport Sulinger Land: Spaß an der Bewegung vermitteln
Meinungsforscher befragen am Sonntag die Wähler in Uenzen für die Wahl-Hochrechnung

Meinungsforscher befragen am Sonntag die Wähler in Uenzen für die Wahl-Hochrechnung

Meinungsforscher befragen am Sonntag die Wähler in Uenzen für die Wahl-Hochrechnung
„Ich sah aus wie ein kleines Pokémon“

„Ich sah aus wie ein kleines Pokémon“

„Ich sah aus wie ein kleines Pokémon“

Kommentare