Neue Ausgangslage für den Klimaschutz

Bassum und Twistringen erneuern das Maßnahmenband und bitten um Impulse

Die Heizungsoptimierung ist Bestandteil des Klimaschutzprogramms, für das Christian Porsch (links) und Jens Bley gestern die neue Phase einleiteten.
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Die Heizungsoptimierung ist Bestandteil des Klimaschutzprogramms, für das Christian Porsch (links) und Jens Bley gestern die neue Phase einleiteten.

„Klimaschutz ist kein Teufelswerk, sondern eine Notwendigkeit und eine Chance. Dabei muss jeder aktiv werden“, sagt Christian Porsch. Gemeinsam mit seinem Twistringer Amtskollegen Jens Bley stellte der Bassumer Bürgermeister am Donnerstag das gemeinsame Klimaschutzprogramm der Kommunen vor. Damit sollen die Bemühungen um den Klimaschutz vor Ort intensiviert und weiter vorangetrieben werden.

Bassum/Twistringen – Die Grundlage für den Ideenkatalog stammt aus dem Jahr 2015, als die Verwaltung unter Einbeziehung der Gewerbetreibenden und Bürger sowie der Klimaschutzagentur Region Hannover ein mehrere hundert Seiten umfassendes Maßnahmenband aufsetzte. Darin sind zahlreiche detaillierte Ideen aufgeführt, die in den Städten für ein besseres Klima sorgen können. Unter anderem geht es um das Thema Energieeffizienz in Unternehmen und Privathaushalten sowie eine klimafreundliche Mobilität.

„Es gibt weiterhin viel zu tun“

Einige Aspekte aus dem damaligen Fahrplan für den Klimaschutz seien in der Zwischenzeit umgesetzt worden, verriet Porsch. Beispielsweise gibt es den Bürgermeistern zufolge erste Erfolge in Sachen Heizungsoptimierung: Pelletheizungen in einigen Bassumer Sportanlagen und die Fernwärmeleitung zum Twistringer Schwimmpark nannten die Verwaltungschefs in diesem Zusammenhang. „Aber es gibt für alle auch weiterhin viel zu tun“, sagt Bley und ergänzt: „Wenn wir alle Betroffenen aktiv einbinden, erreichen wir eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung.“ Für Christian Porsch ist klar: „Die Menschen müssen den Klimaschutz in ihren Köpfen verinnerlichen.“

Förderanträge für Klimaschutzmanager in der Pipeline

Man müsse nun, sechs Jahre nach dem ersten Klimaschutzprogramm, schauen, welche Maßnahmen daraus angepasst oder auch ergänzt werden müssen. „Die Ausgangslage hat sich verändert, der Handlungsdruck wächst. Es gilt, auf Veränderungen wie den technischen Fortschritt zu reagieren“, erläutert Bley. Bei allen Überlegungen stehe die Kooperation zwischen Bassum und Twistringen weiterhin im Vordergrund. „Das Thema Klimaschutz ist aber so wichtig, dass wir entsprechend Personal benötigen“, sagt der Twistringer Verwaltungschef.

Der Ablauf sieht vor, dass sowohl Bassum als auch Twistringen zum Jahresende jeweils einen Förderantrag für die Besetzung einer Stelle im Klimaschutzmanagement stellen wollen. Im Januar werden die politischen Gremien einbezogen. „Wenn die Räte dem Vorschlag zustimmen, steht Ende Februar das fertige Konzept“, plant Porsch. Im April könne man im Idealfall bereits die Klimaschutzmanager begrüßen.

Doch zunächst soll der Maßnahmenkatalog aktualisiert werden. Darin geht es um Potenziale und Ziele mit Blick auf Emissionen und Solarenergie. Die Frage dahinter: Wie lassen sich die Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien weiter ausbauen? „Das Programm dient zur Orientierung, in welche Richtung man sich in Sachen Klimaschutz entwickeln will“, so Porsch.

Wer einen Blick in das Klimaschutzprogramm und somit auf alle Vorschläge von 2015 werfen möchte, findet das Maßnahmenband auf der Internetseite der Stadt Bassum: www.bassum.de.

Die beiden Städte Bassum und Twistringen laden mit der Klimaschutzagentur Region Hannover alle Interessierten ein, Ideen für ihre Stadt einzubringen und Impulse zu setzen. Am Mittwoch, 8. Dezember, gibt es zwei Onlineveranstaltungen:
15 bis 17 Uhr: Dialog mit Unternehmen und Betrieben
18 bis 20 Uhr: Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern
Anmeldungen für die Veranstaltung nimmt Julia Sprengel von der Klimaschutzagentur per E-Mail an j.sprengel@klimaschutzagentur.de oder telefonisch unter 0511/22002271 entgegen.

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