Ausschuss befragt Jugend

Jugendhaus Fönix? Zu alt, zu dunkel, zu unbekannt

Bassum - Von Frauke Albrecht. Einigen Jugendlichen war die Unsicherheit am Gesicht abzulesen – sie waren vorher noch nie im Jugendhaus Fönix. Am Mittwochabend aber nahmen sie ihren Mut zusammen und folgten der Einladung der Stadt. Verwaltung und Politik hatten die Mädchen und Jungen eingeladen, um mit ihnen über die Zukunft des Jugendhauses zu diskutieren. Sie wollten deren Wünsche und Bedürfnisse abfragen.

Im Vorfeld waren alle Schulen in Bassum angeschrieben worden mit der Bitte, die Klassensprecher (ab Klasse 5) zu schicken. Und so saßen am Ende etwa 20 Jugendliche an einem Tisch mit den Vertretern des Ausschusses für Soziales und Familie, Bürgermeister Christian Porsch, Stadtrat Norbert Lyko, der Ratsbeauftragten für den Jugendbereich Dorit Schlemermeyer sowie den Mitarbeitern des Jugendhauses Hilke Bald und Andreas Storn. Um das Eis zu brechen, gab es Pizza. Die Mädchen und Jungen griffen herzhaft zu – und tauten auf.

Erfreut waren die Erwachsenen über die Offenheit der Jugendlichen. Viele kennen das Haus nicht. Die Gründe sind vielfältig: Einigen ist der Weg zu weit, andere finden es von außen abstoßend und unfreundlich. Ein Mädchen hat von anderen gehört, dass sie Angst haben, weil sich im Jugendhaus viele Erwachsene aufhalten sollen. (Anm. der Red.: Abends bietet das Jugendhaus Flüchtlingen Internetzugang).

Sanierung absolut notwendig

Einig waren sich alle Schüler darin, dass das Jugendhaus unbedingt saniert werden sollte. Viele würden sogar gern dabei helfen. Es sollte heller und freundlicher werden, besser beleuchtet sein und eventuell ein großes Schild bekommen.

Die Schüler kritisierten auch die Raumaufteilung – wünschen sich mehr unterschiedliche Räume, unter anderem einen eigenen Bereich nur für Mädchen.

Die Wünsche hinsichtlich Ausstattung und Angebote sind – je nach Geschmack – verschieden. Eine Gruppe Jungen, die regelmäßig kommt, wünscht sich neuere PCs, schnelleres Internet, eine Musik- und Lichtanlage, aber auch einen Werkraum samt Werkzeug. Andere vermissen mehr sportliche und kreative Angebote -– Tanzwettbewerbe, Turniere, ein Trampolin, eine Skateranlage, um nur einige zu nennen.

Abwechslungsreiches AG-Angebot

Das bestehende AG-Angebot ist bereits recht abwechslungsreich. Da die AGs allerdings ausschließlich für die Oberschüler gedacht sind, wären Kooperationen mit anderen Schulen sinnvoll. Das zumindest findet Bürgermeister Christian Porsch. Diese könnten helfen, Vorurteile abzubauen. Zwei Schüler der Lukas-Schule erzählten im Anschluss, dass es gewisse Reibungspunkte zwischen Oberschülern und Lukas-Schülern gebe.

Norbert Lyko versprach zum Abschluss, dass im Jugendhaus auf jeden Fall etwas passieren werde. „Verwaltung dauert immer etwas länger“, bat er um Geduld. Frühjahr könne es werden. Christian Porsch bat die Jugendlichen, unbedingt dabei zu bleiben und sich weiter einzubringen.

Eine Idee der Schüler war, die Fortschritte der Baumaßnahmen auf Instagram zu dokumentieren, um Werbung für das Haus zu machen.

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung / Marvin Köhnken

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