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Bassum sagt dem Müll den Kampf an

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Von: Anika Seebacher

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Freuen sich auf „Bassum räumt auf“ 2022: (v.l.) Reinhild Olma, Alina Kralt, Calvin Hüttemeier und Britta Gansberg. vor dem Rathaus mit Müllbaum
Freuen sich auf „Bassum räumt auf“ 2022: (v.l.) Reinhild Olma, Alina Kralt, Calvin Hüttemeier und Britta Gansberg. © Seebacher

Vom 21. bis 27. März sind Freiwillige wieder zur Aktion „Bassum räumt auf“ aufgerufen. Die Organisatoren freuen sich auf zahlreiche Mitstreiter, die sich ab sofort mit dem nötigen Equipment beim Bürgerservice ausstatten können.

Der Müllbaum vor dem Rathaus ist ein Hingucker. Das Objekt von Britta Gansberg ist das Symbol für die diesjährige Aktion „Bassum räumt auf“, zu der die Agenda 21 und die Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) aufrufen. In der Woche vom 21. bis 27. März können Familien, Einzelpersonen, Schulklassen und Kita-Kinder dafür sorgen, dass Bassum vom Unrat jeglicher Art auf Wegen, in Parks und auf öffentlichen Plätzen befreit wird.

Gefahr für Tiere und Kinder

„Allein erreicht man leider viel zu wenig“, sagt Alina Kralt. Die Mutter ist seit 2017 bei der Aktion dabei und hofft wieder auf zahlreiche Unterstützer. „Müll ist nicht nur optisch ein Problem, sondern birgt auch Gefahren für Tiere und Kinder“, macht sie auf die Verschmutzung durch achtlos weggeworfene Gegenstände aufmerksam.

In den vergangenen Jahren seien zu Abfällen wie Essensverpackungen, Dosen und Zigarettenstummel noch die Mundschutzmasken hinzugekommen. „Und dann gibt es größere Ansammlungen wie Sofas oder Schränke in Waldstücken“, fügt Reinhild Olma von der Agendagruppe hinzu. Beim Sammeln sollten die Freiwilligen nicht nur auf ihren Eigenschutz achten, sondern auch die Tierwelt im Blick behalten. Im Zweifel sei es ratsam, die Untere Naturschutzbehörde zu informieren, wenn Müll in Schutzgebieten oder in größerem Ausmaß vorgefunden wird.

Thema schon den Jüngsten bewusst machen

Die Agenda-Beauftragte hofft, dass sich insbesondere Schulen und Kindergärten an „Bassum räumt auf“ beteiligen. Denn: „Es ist wichtig, dass wir bei diesem Thema schon bei den Kindern anfangen“, sagt Olma.

„Müll gehört einfach nicht in die Natur“, unterstreicht auch Britta Gansberg. Die Bassumer Künstlerin hat daher zum Tag der Regionen 2019 einen Müllbaum geschaffen, der nun auf die Aktion aufmerksam macht. Zur Symbolik erklärt Gansberg: „Der Baum steht für Standfestigkeit und ist mit der Natur verwurzelt. Gleichzeitig zeigt er aber die Verschmutzung.“

Müllbaum setzt ein Zeichen

Der Müllbaum steht vor dem Rathaus. Dort können sich die Müllsammler, ohne vorige Terminabsprache, für ihre Umweltspaziergänge ausstatten: Die Verwaltungsmitarbeiter Petra Staar und Calvin Hüttemeier geben Müllsäcke, Handschuhe und Warnwesten (auch in Kindergrößen) im Bürgerservice aus.

Der gesammelte Müll kann im genannten Zeitraum beim Bauhof, Siemensstraße 3, abgegeben werden – montags bis donnerstags von 7 bis 16 Uhr, freitags von 7 bis 13.15 Uhr und am letzten Märzwochenende.

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