Oliver Launer präsentiert neues Format 

Plattform für Bands aus der Region

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Echo-Preisträger Illegal 2001 spielt in Bassum. 

Bassum - Die erste Bassumer Rocknacht ist zwar erst im Oktober, aber sie wirft bereits jetzt ihre Schatten voraus. Wie Organisator Oliver Launer mitteilt, hat der Vorverkauf für die Party am Samstag, 20. Oktober, bereits begonnen. Launer präsentiert für den Abend in der Alten Sporthalle eine illustre Mischung an Bands. Headliner ist die Gruppe Illegal 2001, die in den 90er-Jahren bereits den Deutschen Echo gewonnen hat.

Quo kommt aus Hamburg und ist laut Mitteilung die älteste Status Quo Coverband Deutschlands. Launer: „Sie haben bereits im vergangenen Jahr als Vorgruppe von Saga das Bassumer Open Air gerockt und begeistert.“

Cato kommt aus Stuhr und sei eine Rockcoverband, die die Rockklassiker der letzten Jahrzehnte spielt und das Publikum mit ihren Auftritten begeistere, heißt es in der Mitteilung der Band. Und dann sind da noch die Lokalmatadoren aus Stühren – Old H.

Das Konzert beginnt um 19 Uhr, Einlass ist bereits ab 18.30 Uhr. Sollte die erste Bassumer Rocknacht ein Erfolg werden, ist natürlich eine weitere geplant, und so könnte sich das Format als jährliche Veranstaltung etablieren. Launer: „Ziel ist es, neben einem überregionalen Headliner auch immer Bands aus der Region eine Plattform zu bieten, um ihr Können zu zeigen.“

Karten gibt es zum Vorzugspreis von 24 Euro bis zum 31. Juli bei Papier und Tinte in Bassum und Gabys Kosmetik und Fußpflege in der Hauptstraße 39 in Syke. Ab dem 1. August sind die Karten bei Nordwestticket und der Kreiszeitung erhältlich. Dann kommt die reguläre Vorverkaufsgebühr hinzu.

Launer freut sich auf alle, ist aber überzeugt, dass Illegal 2001 die meisten Fans hat. „Wer hätte 1993, als die fünf Jungs ihren ersten Plattenvertrag unterschrieben, geglaubt, dass sie 30 Jahre später auf einen Echo, RSH-Gold, fünf Studioalben sowie eine Doppel-Live-CD und insgesamt mehr als eine Million verkaufte Tonträger und auf mehr als 1,5 Millionen Konzertbesucher zurückschauen können?“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Unterlassungsklage der Bischofskonferenz

Spaß an der Freude sei für die Band von Anfang an wichtig gewesen, betonen die Musiker auf ihrer Internetseite. „Wir muckten zunächst an jeder Steckdose. Die deutschsprachige Rockmusik, die mal mit zwinkerndem Auge und einer gehörigen Portion Ironie, aber auch mit durchaus ernst gemeinten Texten und inhaltlichem Tiefgang daherkommt, überzeugte nicht nur Fans, sondern auch das Label Universal Music.“

Mit einem Plattenvertrag in der Tasche starteten die Illegalen ihre Karriere und entwickelten sich innerhalb kürzester Zeit vom norddeutschen Insidertipp zum überregional erfolgreichen Act, der auch in München, Köln oder Dresden Konzerthallen füllte. 1993 erreichte das Album „Skandal“ mühelos die media control Top 100 Charts und hielt sich dort mehr als 80 Wochen. Launer: „Die Hitsingles von damals wie A7 (,Ich lauf durch jede Wüste’), ,Nie wieder Alkohol’ und ,Dosenbier’ genießen kurioserweise nach wie vor ungeheuren Kultstatus.“

Die Band brachte zahlreiche erfolgreiche Alben heraus. 1999 gab es personelle Veränderungen: Gitarrist Stephan Vollbehr stieg aus, Christian „Chrischi“ Warkocz ein.

Dann wurde die Band gefragt, ob sie beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2001 in Hannover antreten wolle. Illegal sagte zu. „Wir konnten und wollten es zuerst gar nicht glauben“, schreibt die Band. „Aber es war endlich mal eine Möglichkeit, frischen schleswig-holsteinischen Wind in die Bude zu bringen!“ Der kontrovers diskutierte Titel ,Ich weiß es nicht’ zog amüsanterweise eine Unterlassungsklage der deutschen Bischofskonferenz nach sich, die jedoch den Erfolg der Single und des Albums „Ich kaufe ein V“ nicht verhindern konnte.

2003 beschloss die Band, dass es höchste Zeit für eine Pause sei. Diese war 2006 beendet. Seitdem ist illegal wieder unterwegs. 

Al

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