Unterlagen liegen noch eine Woche aus

Bis zum 7. November können Bürger Einwände zum Sandabbau in Stühren vorbringen

Die schwarzen Pfeilen markieren die Straße, auf der die Lastwagen voraussichtlich fahren. Die schwarz straffierte Fläche auf der linken Seite markiert das künftige Abbaugebiet.

Bassum - Noch bis Mittwoch, 7. November, liegen die Unterlagen über den geplanten Sandabbau in Stühren aus. Bis dahin können Bürger ihre Einwände und Bedenken vorbringen. Es ist die aktualisierte Version der Unterlagen, die schon mal auslagen. „Der erste Antrag stammt aus dem Jahr 2014“, erläutert Dieter Schmidt, Fachdienstleiter Umwelt und Straße beim Landkreis Diepholz.

In diesen Jahren sei einiges passiert, dementsprechend mussten die Unterlagen angepasst werden. Vor allem was Flora und Fauna betrifft, werde nochmal genau hingeguckt, und es gibt einen Fachbeitrag zur Wasserrichtlinie. „Die EU will den Zustand der Gewässer verbessern. Darum müssen wir bei Eingriffen genau fragen: Wie wirken sie sich aus? Durch die Nähe zum Klosterbach wird das in diesem Fall nötig“, so Schmidt.

Nachdem der Antrag auf den neuesten Stand gebracht worden war, musste der Landkreis entscheiden, im Verfahren weiterzumachen oder ihn noch einmal auszulegen. „Wir haben uns für Letzteres entschieden.“

Ist die Frist abgelaufen, gibt es einen Erörterungstermin, wo alle Einwände besprochen werden. Auch die, die bereits bei der ersten Auslegung vorgebracht wurden. „Die bleiben bestehen“, so Schmidt. Wenn der Landkreis positiv entscheidet, fasst er einen Planfeststellungsbeschluss. In dieser Phase kann der Bürger nur noch den Weg der Klage wählen. Geschieht das nicht, kann die M+S Transportgesellschaft aus Stuhr nach einem Monat von ihrem Recht Gebrauch machen und mit dem Abbau in Stühren beginnen.

Schmidt kann die Sorgen der Bürger vor Ort nachvollziehen. „Aber wir werden Vieles berücksichtigen“, verspricht er. So werde der Landkreis das dort vorhandene Hügelgrab in jedem Falle schützen. „Es wird drum herum abgebaut.“ Außerdem habe M+S die Auflage, dass kein Parallelbetrieb entsteht. Will heißen: Es darf nicht in zwei Gruben gleichzeitig abgebaut werden, damit kein vermehrter Transport entsteht. Aber Schmidt sagt auch: „So ganz ohne Beeinträchtigungen wird es nicht gehen.“

Die Strecke für den Abtransport werde für den Schwerlastverkehr hergerichtet (siehe Grafik). Der Antragsteller rechne mit 60 bis 75 Lastwagen-Fahrten pro Arbeitstag, heißt es auf der Hompepage des Landkreises. Das entspreche 120 bis 150 Fahrten von und zur Abbaustätte in der Zeit zwischen 6 und 20 Uhr. In den Wintermonaten sei mit einer verminderten Abbauaktivität zu rechnen. 

juk

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