Begegnungen auf Augenhöhe

Freundeskreis europäischer Partner feiert 25. Geburtstag

Die Macher von einst und heute im Freundeskreis europäischer Partner (Foto von links): Bassums ehemaliger Stadtdirektor Gerd Stötzel, Bürgermeister Christian Porsch, Vereinsvorsitzende Johanna Block, Gründungsvorstand Dieter Delecat und Ex-Bürgermeister Wilhelm Bäker. Foto:Ulf Kaack
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Die Macher von einst und heute im Freundeskreis europäischer Partner (Foto von links): Bassums ehemaliger Stadtdirektor Gerd Stötzel, Bürgermeister Christian Porsch, Vereinsvorsitzende Johanna Block, Gründungsvorstand Dieter Delecat und Ex-Bürgermeister Wilhelm Bäker.

Bassum - Von Ulf Kaack. Seit einem Vierteljahrhundert agiert der Freundeskreis europäischer Partner überwiegend hinter den Kulissen, macht kaum ein großes Brimborium in der Öffentlichkeit. Auch die Feier zum 25. Geburtstag des gemeinnützigen Vereins gestaltete sich am vergangenen Sonntagnachmittag im Vorwerk der Freudenburg eher als ein Festakt der leisen Töne.

Dabei darf der Verein durchaus mit stolz geschwellter Brust auf seine geleistete Arbeit verweisen, die Eindruck macht. 1993 gab der damalige Stadtdirektor Bas-sums Gerd Stötzel den entscheidenden Impuls zur Gründung des Freundeskreises. Ziel war es, die Verbindungen zur französischen Partnerstadt Fresnay-sur-Sarthe zu intensivieren und mit Leben zu füllen. Eine Aufgabe, die bis dahin aus dem Rathaus wahrgenommen wurde. Stötzel sah damals Optimierungsbedarf und legte den Grundstein für die Erfolgsstory, die ein Jahr später im Vereinsregister festgeschrieben wurde.

Rund 60 Gäste und Mitglieder waren der Einladung zum Geburtstagsempfang gefolgt, der dem Anlass entsprechend würdevoll mit Musik eingeleitet wurde. Einen Auszug aus der berühmten Oper La Traviata aus der Feder von Giuseppe Verdi intonierten Eileen Skolik an der Querflöte und Pianist Ralf Wosch auf virtuose Weise.

Johanna Block, die langjährige Vorsitzende des Freundeskreises europäischer Partner, ließ die Historie noch einmal Revue passieren. Lang ist die Liste derer, die sich um die Partnerschaft ganz praktisch und mit viel Herzblut verdient gemacht haben. Neben zahlreichen Besuchen und Gegenbesuchen benannte sie als Höhepunkt die neuen verbrieften Verbindungen mit Telsiai in Litauen, die seit 2009 besteht, sowie seit 2010 mit der englischen Stadt Spilsby. Aus allen drei Partnerstädten übermittelte sie Grüße.

„Wir sind kein künstliches Gebilde, wir sind echt“

„Über unseren Verein fanden die Menschen auf ganz natürliche Weise und auf Augenhöhe zueinander, nicht auf Verordnung von oben“, führte Johanna Block an. „Wir sind kein künstliches Gebilde, wir sind echt. Und so muss Freundschaft sein. Sie hat sich in vielen Fällen langfristig zwischen Menschen und Familien ergeben. Aber auch zwischen verschiedenen Gruppierungen wie der Kantorei, den Feuerwehren, den Landwirten sowie auf sportlicher und musikalischer Ebene.“

Dabei verwies sie nachdrücklich auch auf die Partner, auf die sich der Freundeskreis kontinuierlich verlassen kann: die Politik und Verwaltung, den Lions-Club und die Kirchengemeinde, die Kreissparkasse und die Volksbank.

„Es ist wichtig, die Bevölkerung in Entscheidungs- und Gestaltungprozesse mit einzubinden“, erklärte daran anknüpfend Bürgermeister Christian Porsch. „Gerade in Zeiten wie diesen, wo nationaler Egoismus vielerorts auftritt. Wo unsere Partnerstädte - man denke an die Themen Brexit und Gelbwesten - mit kontraeuropäischen Tendenzen kämpfen und auch in unserem eigenen Land befremdliche Strömungen unübersehbar sind. Da sind gerade die Menschen gefragt, solche Barrieren gemeinsam und in Freundschaft zu überwinden.“

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