Ausschuss-Sitzung

Feuerwehr-Fusion zwischen Apelstedt und Nienstedt rückt näher

Das Haus der Ortsfeuerwehr Nienstedt.
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Bald ein Dorfgemeinschaftshaus? Das Feuerwehrhaus in Nienstedt.

Bereits ab 1. Januar 2022 könnten Nienstedt und Apelstedt eine gemeinsame Feuerwehr haben. Nun hat auch zuständige Fachausschuss der Stadt Bassum grünes Licht gegeben.

Bassum – Einhellige Zustimmung: Der zuständige Ausschuss hat sich am Donnerstagabend für die Fusion der beiden Ortsfeuerwehren in Apelstedt und Nienstedt ausgesprochen. Damit rückt die Neugründung als gemeinsame Ortswehr immer näher. Sie ist bereits zum neuen Jahr geplant.

Der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung tagte erstmals unter der Leitung von Lena Tasto (CDU), die den Vorsitz von Horst Husmann (Bürger-Block) übernommen hat. Zu Beginn sprach sie von „großen Fußstapfen“, die er hinterlasse. Bestimmendes Thema bei der ersten Sitzung des Ausschusses in der neuen Wahlperiode war das geplante Zusammengehen der beiden Ortswehren.

Den Ausschuss-Mitgliedern lag ein mehrteiliger Beschlussvorschlag vor – den sie einstimmig genehmigt haben. Demnach soll sich Apelstedt-Nienstedt als Ortswehr ab 1. Januar 2022 neu gründen. Dafür, und um nicht die eine Wehr in die andere aufgehen zu lassen, lösen sich beide Ortswehren zum 31. Dezember 2021 auf. Bis sie die Fusion endgültig vollzogen ist, sollen beide Ortswehren an ihren Standorten weiterarbeiten.

Perspektivisch wird aber wohl das Feuerwehrhaus in Apelstedt als gemeinsamer Standort dienen. Es soll dafür – wie geplant – bis Ende 2028 ausgebaut werden. Bis dahin will man auch das Fahrzeugkonzept überprüft haben. Das Nienstedter Feuerwehrhaus, das dann nicht mehr benötigt wird, will die Stadt – nach einem Vorschlag der Feuerwehrleute – der Ortschaft als Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung stellen.

Bereits der 2017 beschlossene Feuerwehrbedarfsplan hatte Fusionen und Kooperationen angeregt. Der Erste Stadtrat Norbert Lyko betonte am Donnerstagabend aber noch einmal: „Das muss aus den Wehren selbst kommen.“ Voraussetzung für Kooperationen sei der Wille der Mitglieder.

Und den haben die beiden Ortsfeuerwehren zum Ausdruck gebracht – indem die Mitglieder bei Versammlungen jeweils einstimmig für die Fusion gestimmt haben. In Nienstedt hatte sich vor der Abstimmung abgezeichnet, dass die Ortswehr ab 2022 sonst ohne Führung dastehen würde: Sowohl für Ortsbrandmeister Björn Hoormann als auch für seinen Stellvertreter Fred Focke hatte sich kein Nachfolger gefunden.

Die im Ausschuss vertretenen Parteien und Fraktionen haben die Fusionspläne am Donnerstag allesamt begrüßt – mit Unterschieden im Detail. „Die Fusion wirft Fragen auf“, meinte Horst Husmann: Ob die Bassumer Ortsfeuerwehren sich auf dem „absteigenden Ast“ befinden. Und: „Können wir unsere Wehren halten?“

Dem widersprach Eike Sellmer (Grüne): „Wir sehen das nicht als absteigenden Ast. Vielmehr lasse sich gemeinsam mehr erreichen. Jonathan Kolschen (SPD) betonte, dass die Feuerwehr-Dichte im Vergleich zu umliegenden Gemeinden immer noch groß sei. Aber Fusionen dürften nicht von oben durchgesetzt werden.

Sorgen bereitet der Verwaltung die Mitgliederentwicklung in der Feuerwehr Groß Ringmar. Das wurde beim obligatorischen Bericht über wichtige Angelegenheiten durch Norbert Lyko deutlich. Für 2022 stehen außer in Dimhausen auch in Groß Ringmar Bauarbeiten am Feuerwehrhaus an.

Das Haus in Groß Ringmar ist eigentlich zu klein, dessen Erweiterung werde auch von der Feuerwehrunfallkasse gefordert. Die habe klar gesagt: „Wir können das nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben.“ Die Investition wäre aber verloren, wenn es auch dort auf eine Fusion hinauslaufen würde. Lyko bat die Ortsfeuerwehr deshalb, in sich zu gehen. Der Auftrag laute: „Die Werbetrommel rühren und junge Leute für die Feuerwehr gewinnen.“

Von einer „Punktlandung“ konnte Lyko beim Neubau des Bramstedter Feuerwehrgerätehauses berichten (in dessen Gemeinschaftsraum der Ausschuss tagte): Der habe bei einem Budget von 1,48 Millionen knapp 1,46 Millionen gekostet, bei noch einer ausstehenden Rechnung über voraussichtlich rund 20 000 Euro.

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