Stadt hofft auf Zuschuss vom Land

Bahnhof Bramstedt: Alternative zur Treppe muss her

Helmut Zurmühlen, Volker Meyer, Luzia Moldenhauer und Christian Porsch (v. l.) hoffen auf eine Alternative zur Treppe. - Foto: Albrecht

Bramstedt -  3,1 Millionen Euro hat die Sanierung des Bramstedter Bahnhofes gekostet. Das Resultat kann sich sehen lassen, aber nur auf den ersten Blick. Die Bahnsteige wurden auf 76 Zentimeter erhöht und auch verlängert. Damit weniger mobile Menschen bequemer ein- und aussteigen können. Dumm nur, wenn nach dem Ausstieg eine Treppe folgt.

Wie bereits berichtet, ist ein Fahrstuhl nicht Bestandteil des Umbaus in Bramstedt. Ortsvorsteher Helmut Zurmühlen (CDU) wollte sich mit dieser Aussage nicht zufriedengeben und suchte das Gespräch mit der Stadt Bassum. Christian Porsch versprach, sich einzusetzen und nahm Kontakt zur Bahn auf.

Der Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen wiederum beauftragte die Planagentur Planstadt Berlin, Alternativlösungen zu prüfen. „Das Ergebnis hat uns schon erschreckt“, berichtete Helmut Zurmühlen am Mittwoch bei einer Besichtigung vor Ort.

Die Planer hatten Kosten in sechsstelliger Höhe errechnet. Die Summe liege zwischen 500 000 und 700 000 Euro. Denkbar wären zwei Varianten: Zum einen die Zufahrt am Bahndamm zu öffnen und an deren Ende Parkplätze anzulegen. Von dort könnte dann eine Rampe zum Bahnsteig führen. Oder aber die Parkplätze im vorderen Bereich zu belassen und lediglich eine fußläufige Verbindung nach hinten anzulegen.

Auf der anderen Seite (Fahrtrichtung Osnabrück) müssten die Stolperfallen (Treppenabsätze) beseitigt werden. Ob es gelingt, unter sechs Prozent Steigung zu bleiben, sei allerdings nicht geklärt. Zurmühlen: „Ich freue mich schon, wenn es überhaupt gelingt, eine Rampe zu installieren.“

Bürgermeister Christian Porsch: „Der VBN wäre bereit, sich zu beteiligen, wenn das Land die Maßnahme bezuschusst.“

Die Chancen stünden nicht schlecht. Das Land Niedersachsen gewährt Kommunen eine 50- bis 75-prozentige Förderung über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Sollte das Land grünes Licht geben, könnten sich VBN und die Stadt Bassum den Rest teilen. Vorausgesetzt, der Rat stimmt der Ausgabe zu.

„Wichtig wäre, dass sich unsere Landtagsabgeordneten im Wirtschaftsministerium für uns einsetzen“, sagte Zurmühlen und hatte Luzia Moldenhauer (SPD) und Volker Meyer (CDU) zu dem Ortstermin eingeladen. Sie sagten ihre Unterstützung zu.

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