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Bewegung im Bassumer Bahnhof

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Von: Anika Seebacher

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Der ehemalige Fahrradschuppen am Bassumer Bahnhof wird für die Tagesförderstätte von Release umgebaut. Bahnhof im Februar 2022
Der ehemalige Fahrradschuppen am Bassumer Bahnhof wird für die Tagesförderstätte von Release umgebaut. © Seebacher

Hell, sauber und einladend präsentiert sich das Bahnhofsgebäude in Bassum Reisenden, Pendlern und Besuchern der dort ansässigen Einrichtungen. An sieben Tagen in der Woche ist die Tür in der Zeit von 4.30 bis 20 Uhr offen. „Endlich kann unser Bahnhof wieder vernünftig genutzt werden“, freut sich Klaus-Dieter Sprenger über die Veränderungen, die er in den vergangenen Monaten entscheidend mit vorangetrieben hat.

Das Ziel des Geschäftsführers der Wirtschaftsförderungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft (Wiseg) der Stadt Bassum war es, „den Bahnhof wieder mit Leben zu füllen“. Mit Räumen für die Volkshochschule sowie den Büros der SPD und der AWO ist das Gebäude bereits gut besetzt. Das Bistro der Bäckerei Meyerholz bietet zudem montags bis freitags in der Zeit von 4.45 bis 9.30 Uhr Snacks und Getränke an.

Schilder folgen noch

Hinzu kommt das ehemalige Avacon-Büro im Wartehallenbereich. Dort ist Sprenger im Oktober mit seinem Schreibtisch eingezogen. „Der Standort hat den Vorteil, dass immer jemand vor Ort ist und mal nach dem Rechten sehen kann“, sagt der Wiseg-Geschäftsführer. Dass er zwischendurch auch nach Zugfahrkarten und Auskünften zum Fahrplan gefragt werde, nimmt Sprenger mit Humor. „Wir werden noch entsprechende Schilder anbringen, um die Besetzung auch von außen kenntlich zu machen.“.

Hinzu kommt eine Auskunftstafel mit Infos zu den Zugfahrten, die hinter der großen Glasscheibe seines Büros einen Platz finden soll.

Doch andere Maßnahmen seien zunächst wichtiger gewesen, um die Erweiterung für Release voranzubringen. Vor etwa einem Jahr ist der Verein mit seiner Beratungsstelle für Suchtkranke in dem Abschnitt Richtung Parkplatz eingezogen, Jetzt rückt die Erweiterung zu einer Tagesförderstätte näher. Denn der ehemalige Fahrradschuppen, der unmittelbar an die Release-Räume angrenzt, wird derzeit umgebaut.

Umbau ist schwieriger als gedacht

„Das ist leider etwas schwieriger als gedacht“, gibt Sprenger zu. Die vorhandenen Ver- und Entsorgungsleitungen reichten nicht bis zum letzten Teil des Bahnhofsgebäudes und mussten deshalb neu verlegt werden. Zuletzt haben die Handwerker den Höhenunterschied zwischen den Abschnitten ausgeglichen, um so die Voraussetzungen für die Nutzung als Tagesförderstätte für Suchtkranke zu schaffen. Weitere noch ausstehende Arbeiten als Vorbereitung für die spätere Bestimmung: Dämmungen, Kabel für den Stromanschluss, eine Heizung sowie eine Küche.

Allerdings müssen laut Sprenger noch einige baurechtliche Fragen geklärt werden. „Ich hoffe, dass die Baugenehmigung zeitnah vorliegt und wir dann bis Ende Februar einen Großteil fertig haben“, sagt er. Bis Mitte des Jahres soll schließlich „alles durch sein“.

Toilettenanlage in Klärung

Geklärt wird darüber hinaus die Frage nach öffentlichen Toiletten. Diese wären über eine separate Tür neben dem Eingang zur Wartehalle erreichbar. Zu welchen Zeiten und wie die sanitären Räume am Bassumer Bahnhof geöffnet haben, will Sprenger mit weiteren Verantwortlichen entscheiden.

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