Ausstellungseröffnung in der Bassumer Stiftskirche „Lenk deinen Schritt engelwärts“

Himmelsbotschafter wecken Sehnsüchte und Träume

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„Das habe ich gemacht“ Nea (2.v.r.) und ihre Klassenkameraden.

Bassum - Von Angelika Kratz. Reichlich engelbestückt zeigt sich derzeit die wunderschöne Stiftskirche in Bassum. Mit den Werken ganz junger Nachwuchskünstler von der Grundschule Mittelstraße sowie Bildern und Skulpturen gestandener Künstler aus der Region können sich die Gäste auf ganz neue Wege nach den eigenen Sehnsüchten und Träumen begeben – „Lenk deinen Schritt engelwärts“ lautet der Titel.

Wie fröhlich diese Träume sein können, das zeigten Nea und ihre Kameraden aus dem dritten Grundschuljahrgang. „Ich seh meins“, freute sich Nea über ihr auf einer großen Stellwand präsentiertes Engelbild. Insgesamt 47 fröhliche bunte Engel mit unterschiedlicher Flügelbreite haben ihren Ursprung bei Paul Klee. Das Schulprojekt wurde von den beiden Künstlerinnen Ulrike Schink und Doris Eickhoff an drei Vormittagen begleitet.

Statt wie üblich zu Wasserfarben aus dem Schulmalkasten zu greifen, wurden eigens leuchtende Acrylfarben mit den passenden Pinseln angeschafft. Völlig unbefangen und entsprechend kreativ gingen die Grundschüler mit Paul Klee und seiner Vorlage von Engeln um. Abmalen war da nicht angesagt. Umso spannender ist die kindliche Auslegung der Himmelsbotschafter geworden.

„Ihr bringt richtig Farbe in die Kirche“, dankte Pastorin Ines-Maria Kuschmann in ihrer Begrüßung den jüngsten Gästen. Die verhielten sich hinsichtlich der ganz besonderen Atmosphäre in der Stiftskirche nahezu mucksmäuschenstill.

Bevor der Blick zu den weiteren Exponaten der Ausstellung wechselte, gab es von Daniela und Dorin Predescu sowie Pastorin Kuschmann Streicheleinheiten für die Ohren. Querflöten und Klavier brachten Vivaldi und Träumereien von Schumann zum genau richtigen Sackenlassen vor einem neuen Thema zu Gehör.

Nach entsprechendem Applaus ging es weiter mit einem „Oh“ zum nicht zu übersehenden neuen Engel im Seitenraum der Kirche.

Auf einem hohen Sockel wurde er dank ehrenamtlicher Hilfe einer sechsköpfigen Seniorengruppe bestens platziert. „Ankunft“ ist nach der schweißtreibenden Arbeit genau der richtige Titel für ein Gemeinschaftswerk.

Fast menschlich wirkt der Himmelbote aus Jute, Gips, vielen Farbaufstrichen und genau dem richtigen Goldhauch auf seinem Sockel. Dort spannt er imponierend seine Flügel.

Ulrike Schink und Hartwig Doden sind seine irdischen Schöpfer, die gemeinsam an jedem Samstag in den vergangenen Wochen daran gearbeitet haben. Gleich einen Blickwinkel weiter liegt der schlafende Engel auf Herbstlaub und das vor einer Woche und noch sehr frisch riechende Werk von Hartwig Doden „neuester Freund“.

Bilder auf der Leinwand zum Thema „Engel“ hatten Ulrike Schink und Doris Eickhoff mitgebracht. Deren ganze Entstehungsgeschichte fesselte alle kleinen und großen Ausstellungsbesucher, die sich nur allzu gerne auf eine sehr spannende Reise zwischen Leinwand und den Überraschungen des Werkstoffs Holz mitnehmen ließen.

Bis zum Januar sind in der Kirche die Skulpturen und Bilder von Hartwig Doden, Doris Eickhoff und Ulrike Schink zu sehen. Die Engelbilder der Grundschüler auf den Spuren von Paul Klee werden am 22. Dezember abgenommen, damit sie, in Weihnachtspapier verpackt, als besonderes Geschenk unter dem Tannenbaum landen können.

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