Ausschuss: Fahrzeuge und Anbau

450.000 Euro für Feuerwehr Dimhausen

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Symbolbild

Bassum - Von Maik Hanke. Die Ortsfeuerwehr Dimhausen stellt sich für die Zukunft auf. Für die Anschaffung von drei neuen Feuerwehrfahrzeugen und einen Anbau ans Feuerwehrhaus hat sich der Ausschuss für Öffentliche Sicherheit und Ordnung am Dienstagabend ausgesprochen. In zwei Schritten soll die Stadt bis 2020 insgesamt knapp eine halbe Million Euro zur Verfügung stellen.

Im kommenden Jahr sollen zunächst ein mittleres Löschfahrzeug der Marke Mercedes-Benz Atego für rund 160.000 Euro und ein gebrauchter Mannschaftstransportwagen für geschätzte 25.000 Euro gekauft werden. Dann ist das inzwischen 25 Jahre alte Löschfahrzeug abgängig.

Ein gleichartiges Fahrzeug gibt es auf dem Markt nicht mehr. Die Verwaltung schlug daher in Abstimmung mit der Feuerwehr die Anschaffung der zwei kleineren Fahrzeuge als beste Alternative vor.

Die Ausschussmitglieder folgten dem Vorschlag der Verwaltung. Die zwei SPD-Vertreter enthielten sich. Der Verwaltungsausschuss und der Stadtrat müssen noch zustimmen.

Als Stützpunktfeuerwehr des Landkreises Diepholz sei es wichtig, dass die Feuerwehr neue Fahrzeuge für eine effektive Arbeit bekomme, sagte der Erste Stadtrat Norbert Lyko. Die Anschaffung des Mannschaftstransportwagens sei nötig, um nicht nur Feuerwehrleute zum Einsatzort zu fahren, sondern auch um Geräte zu transportieren.

Der Ausschuss befürwortete außerdem, das 1994 angeschaffte Tanklöschfahrzeug im Jahr 2020 auszutauschen. „Das ist zwar toll gepflegt, aber dann ist es auch schon in die Jahre gekommen“, sagte Lyko.

Auch dafür der Ersatz: ein mittleres Löschfahrzeug für 200.000 Euro. Die Auswertung der Einsätze der vergangenen Jahre habe gezeigt, dass es wichtig sei, ein geländegängiges Fahrzeug zu kaufen.

Damit für die Fahrzeuge dann auch genug Platz ist, muss 2020 an das Feuerwehrhaus angebaut werden. Die Ortsfeuerwehr wolle sich an den Kosten beteiligen. Die Stadt veranschlagt dafür 74.000 Euro im Haushalt 2020. Lyko betonte, dass mit heutigen Preisen gerechnet wurde, und er könne „jetzt schon prognostizieren“, dass die Kosten in den kommenden fünf Jahren steigen werden.

Stadtbrandmeister Theo Garrelts befürwortete die Idee von Manfred Tinnemeyer (SPD), mit dem Anbau gar nicht erst bis 2020 zu warten. Das Bauvorhaben benötigt eine Genehmigung vom Landkreis. CDU-Ratsherr AlexanderLoerke hofft, dass die Behörde „nicht quer schießt“.

In der Ausschusssitzung stellte Verwaltungsmitarbeiter Robert Noatschk den Haushaltsentwurf vor. Demnach rechnet die Stadt im für den Ausschuss relevanten Bereich mit einem Defizit in Höhe von rund 905.000 Euro.

Ein weiterer dicker Brocken im Haushalt ist neben den Fahrzeugen der Feuerwehr Dimhausen der Kauf einer Obdachlosenunterkunft. Dafür will die Stadt 150.000 Euro in die Hand nehmen.

Der Anbau am Feuerwehrgerätehaus in Wedehorn wurde mit rund 110.000 Euro veranschlagt. „Das ist erst mal nur ein Wert“, sagte Norbert Lyko. Die Zahl basiere auf einer Schnellkalkulation. Das Thema werde noch genauso intensiv aufbereitet wie jetzt die Investitionen für die Ortsfeuerwehr Dimhausen.

Für die Feuerwehr ist der Kauf von 400 digitalen Fernmeldeempfängern geplant. Kostenpunkt: 80.000 Euro. Eine Sammelausschreibung erfolgt über den Landkreis. Durch die neue Technik werde es zukünftig keine Sirenenalarmierung mehr für die Feuerwehren in Bassum geben.

Auf Nachfrage von Eike Sellmer (Grüne) wurde noch ein Posten für die Ausarbeitung eines Feuerwehrbedarfsplans aufgenommen. Das kostet laut Lyko rund 20.000 Euro.

Die Ausschussmitglieder votierten einstimmig für den Haushaltsentwurf.

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