Ausschuss empfiehlt Haushaltsentwurf / 7,1 Millionen Euro an neuen Krediten

Investitionen in die Zukunft

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Von Frauke Albrecht. BASSUM

Selbst Kämmerin Anke Schulz meinte: „Ich kann mich nicht entsinnen, jemals eine so hohe Summe aufgenommen zu haben.“

Vor der Abstimmung stellte sie den Ergebnishaushalt und den Finanzhaushalt vor und erläuterte die Entwicklung der allgemeinen Finanzmittel.

Nach dem derzeitigen Plan werde die Stadt rund 7,1 Millionen Euro an Krediten benötigen, um die geplanten Investitionen zu tätigen. Unter anderem soll für 1,7 Millionen Euro eine Sporthalle in Nordwohlde gebaut werden, 1,6 Millionen Euro stehen für den Ankauf von Gewerbeflächen zur Verfügung. Um eventuell Bauland aufkaufen zu können, soll das Stammkapital der Wiseg um 500000 Euro erhöht werden. Der Bauhof benötigt Ersatzbeschaffungen. Straßenunterhaltung, Planungskosten und anderes mehr kommen hinzu.

Über die Ausgaben hatten in den vergangenen Wochen die Fachausschüsse beraten (wir berichteten).

Sollte der Rat der Stadt Bassum am 10. Februar der Empfehlung der Ausschüsse folgen, steigt der Schuldenstand der Stadt auf etwa 10 Millionen Euro an. Zusätzlich würde eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 1,2 Millionen Euro aufgenommen. Schulz rechnet mit einem Haushaltsdefizit in Höhe von 850000 Euro.

„Dass wir eine derart hohe Summe aufnehmen müssen, zeigt, welchen Fehlbedarf wir haben“, führte Lanzendörfer aus. Er habe neulich ein Gespräch mit Bürgern geführt. „Nicht ganz so freundlich wie in Nordwohlde.“ Kritisiert wurde die geplante Kreditaufnahme – zu Lasten der nachfolgenden Generationen. „Für die machen wir da ja“, so Lanzendörfer. „Entweder wir überlassen unseren Kindern nichts, eine öde Wüste, oder wir legen eine Summe auf den Tisch.“

Dem schloss sich Helmut Zurmühlen (CDU) an. Ob Kita oder Seniorenberatung, „eine Stadt definiert sich an diesen Werten“. „Wir brauchen Investitionen, um jungen Leuten eine attraktive Stadt bieten zu können.“

„Es ist sicherlich ein ambitionierter Haushalt, aber die Investitionen haben einen Nutzen“, sagte Torsten Eggelmann (Grüne). Es ginge um Lebensqualität. „Wir schaffen Werte, die eine Stadt lebenswert machen.“

Die Grünen werden den Haushalt unterstützen, um handlungsfähig zu bleiben. Das bedeute nicht, dass alle bereit gestellten Mittel auch ausgegeben werden müssen.

Am Ende war sich der Ausschuss einig, den Entwurf zum Beschluss zu empfehlen.

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