Naherholungsgebiet auf Altdeponie

Ausblick vom Utkiek genießen: AWG Bassum lädt zur Wiedereröffnung

Am Eingangsbereich des Utkieks „begrüßt“ Klettergerüst mit der Aufschrift „Utkiek“ die Besucher. Geschäftsführer Andreas Nieweler (l). und Projektplaner Michael Niemeyer freuen sich.
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Am Eingangsbereich des Utkieks „begrüßt“ Klettergerüst mit der Aufschrift „Utkiek“ die Besucher. Geschäftsführer Andreas Nieweler (l). und Projektplaner Michael Niemeyer freuen sich.

Bassum – Decke, Flasche Wasser und vielleicht auch etwas Proviant in den Rucksack packen, in bequeme Schuhe schlüpfen, Fernglas nicht vergessen! Und dann kann der Fußweg in die Höhe auch schon beginnen. Und das vor der Haustür.

Denn nach rund vier Jahren dürfen Familien mit Kindern, Naturfreunde, Touristen oder auch Bassumer wieder den Bassumer Utkiek besteigen. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft lädt für das Wochenende 3. und 4. Oktober von 10 bis 18 Uhr zur Wiedereröffnung ein, denn aus dem Utkiek ist ein Naherholungsgebiet für Klein und Groß geworden. „Wir freuen uns, wenn viele Leute kommen“, betont Geschäftsführer Andreas Nieweler.

Die circa elf Hektar große Altdeponie wurde in den vergangenen vier Jahren rekultiviert, heißt: Die Oberfläche wurde abgedichtet. Projektplaner Michael Niemeyer habe diesen Prozess begleitet, „Wir wollten, dass die Öffentlichkeit diese Fläche wieder nutzen kann“, so Nieweler.

Picknickbänke laden zum Verweilen ein.

Die Gästeführer aus Bassum und Twistringen seien auch mit eingebunden worden. Weiter sagt der AWG-Geschäftsführer: „Wir möchten ein schonendes Naherholungsgebiet in der Region anbieten.“ Das soll für Wanderer, Radler und Spaziergänger attraktiv sein. Radfahrer können ihren Drahtesel an einem der 30 Stellplätze abstellen, die Luft-Tankstelle mit Werkzeugen nutzen oder an der E-Tankstelle ihre E-Bikes wieder aufladen.

„Wilde Aktionen wie Motorcrossräder wollen wir nicht. Also nichts, was Lärm macht.“ Es soll ein Ort für Leute sein, die gern in der Natur sind „und die gerne Ausflüge machen“, so Nieweler. Er erzählt, dass sich der Ausblick vom Utkiek-Gelände lohne. „Man kann Füchse, Wildschweine und viele Vögel sehen“, freut er sich. Über das Gelände sind sechs Fitness-Stationen verteilt. Jungen und Mädchen können sich auf verschiedenen Spielgeräten austoben, klettern, sich auf der Slackline ausprobieren oder eine der beiden nebeneinanderliegenden Seilbahnen nutzen.

Naturkletterpfad für Familien am AWG-Utkiek

Familien können sich auf einen 130 Meter langen Naturkletterpfad vom Fuße des Utkieks bis zu dessen Spitze freuen. Bei Schnee können Besucher die angelegte Rodelbahn nutzen. Erwachsene dürfen die schöne Aussicht genießen, es sich in einem Wetterhäuschen bequem machen oder auf Picknickbänken am Waldesrand, umgeben von Bäumen und einem Teich, eine Rast einlegen. „Es ist ein schöner Aufenthaltsort“, meint Nieweler mit Blick ins idyllische Grün. Einen Rundweg gebe es nicht. „Die Leute sollen das Gelände für sich entdecken.“ Sowohl auf dem Aussichtsplateau des Unteren Utkieks – mit Blick auf die Umgebung Bassums und Twistringens – als auch auf der Spitze des Oberen Utkieks (88,7 m ü NN) können sich die Besucher in Schutzhütten setzen. Das Thema Kunst kommt auch nicht zu kurz: Schüler der Gymnasien Syke und Twistringen haben Land-Art-Projekte geschaffen.

Der Zugang zum Unteren Utkiek kann ab dem Wochenende ganzjährig in den Monaten Mai bis September von 8 bis 20 Uhr und von Oktober bis April von 8 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Obere Utkiek ist dabei zunächst lediglich samstags und sonntags begehbar – zu denselben Zeiten. Am 3. und 4. Oktober können die Besucher das gesamte Gelände erkunden. Mitarbeiter der AWG werden am Eingangsbereich die Gäste begrüßen und den Einlass koordinieren. Getränke- und Essensstände wird es geben. Darüber hinaus wird die AWG-Tochter „BassHum“ über ihre Humus-Produkte informieren. Das Energietechnik-Unternehmen Buschmann vermittelt Informationen zu der 4000 Quadratmeter großen Fotovoltaikanlage, die auf dem Unteren Utkiek entstanden ist. Die Stiftung Naturschutz und die Gästeführer werden ebenfalls vor Ort sein. „Wir wünschen uns, dass es in das touristische Konzept der Stadt passt und es auch ein Ort ist, wo Kinder toben können“, sagt Nieweler.

Anfahrt: Der Zugang zum Utkiek erfolgt über den Wedehorner Weg.

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