Fotomarathon am 5. September

Auf der Jagd nach dem besten Motiv

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Freuen sich auf den Fotomarathon durch Bassum: Die Kulturbeauftragte Claudia Voss (von links) sowie die Bremer Organisatorinnen Steffi Urban und Annica Müllenberg.
  • Lara Terrasi
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Bassum – Bequeme Schuhe anziehen, genug zu trinken und vielleicht auch etwas Proviant in den Rucksack einpacken. Auf gar keinen Fall die Digitalkamera vergessen! Dann aufs Fahrrad schwingen oder ins Auto steigen, wenn es am 5. September in Bassum heißt: „6 Stunden – 6 Fotos – 1 Landpartie und Du“. Unter diesem Motto startet der erste Fotomarathon in der Stadt. Für die Teilnehmer bedeutet das: Knipsen gegen die Zeit und mit offenen Augen vertraute Ecken der Stadt aus einem ganz anderen Blickwinkel entdecken.

Mitmachen können Hobbyfotografen, Profifotografen, Bassumer und Nicht-Bassumer – also eigentlich jeder, der mitmachen möchte. „Ich bin froh, dass die Stadt für September wieder eine Veranstaltung anbietet“, sagt Kulturbeauftragte Claudia Voss zufrieden. Einen Fotomarathon in dieser Form gab es in Bassum noch nie. Zusammen mit den Organisatoren des Bremer Fotomarathons, Kerstin Graf, Ulrich Graf-Nottrodt, Steffi Urban und Annica Müllenberg, hat Voss den Wettbewerb in die Wege geleitet. In der Hansestadt gibt es den Fotomarathon seit bereits fünf Jahren, aber in einem anderen Format: Dort haben die Teilnehmer neun Stunden für neun Fotos Zeit. In diesem Jahr wurde er aber von Bremen nach Bassum verlegt. „Ich habe eigentlich mit der Idee, mal einen Fotowettbewerb zu machen, 2019 hier angefangen. Im Laufe des Jahres habe ich dann Kontakt zu den Bremer Organisatoren aufgenommen“, erzählt die Kulturbeauftragte.

Und so läuft der Tag ab: Treffpunkt ist ab 10 Uhr im Rathaus. Der Startschuss fällt um 11 Uhr. Die Teilnehmer bekommen eine Startnummer, haben sechs Stunden Zeit, zu sechs Themen, die sie bekommen, sechs Fotos für eine Fotogeschichte zu knipsen. Die Themen erhalten die Teilnehmer erst am Start und an einer weiteren Station. Voss erklärt, dass die Themen an keinen Ort gebunden sind, jeder kann sich sein Motiv selbst aussuchen und entscheiden, ob er draußen oder in einem Gebäude fotografieren möchte.

Wichtig ist aber: „Man muss in der Chronologie bleiben und mit Thema eins anfangen und danach mit dem nächsten. Das ist die große Herausforderung“, erklärt Steffi Urban. Jeder gehe anders an den Fotomarathon heran, berichtet sie von ihren Erfahrungen. „Manche nehmen Requisiten mit, manche schauen einfach, was sie unterwegs so sehen“, sagt sie weiter. Auch ob man zu Fuß geht oder auf dem Fahrrad oder mit dem Auto durch die Stadt fährt, ist jedem selbst überlassen. Fotos mit dem Handy können jedoch nicht geschossen werden.

Annica Müllenberg erzählt: „Es ist eine kreative, sportliche und soziale Veranstaltung. Es ist Klicken auf Zeit. Die meisten sind danach relativ erschöpft, weil viele das Rad nehmen.“ In Bassum werden die Fotografen um die 20 bis 25 Kilometer zurücklegen.

Voss erinnert sich daran, als sie vor fünf Jahren beim Bremer Fotomarathon teilgenommen hat: „Ich habe alles mit dem Fahrrad gemacht und danach war ich total kaputt. Ich bin von der Überseestadt bis hin zur Botanika gefahren und bin insgesamt 40 Kilometer geradelt. Dabei habe ich an nichts anderes als die Fotos gedacht. Man sieht andere Dinge und das macht es so besonders“, sagt sie und lächelt. Im vergangenen Jahr hat sie den Wettbewerb in Bremen gewonnen.

„Das Tolle ist, dass die Teilnehmer sich trotz Distanz austauschen können. Es lernen sich dabei viele kennen und es freut uns, wenn sich danach noch welche treffen. Wir sind gespannt, was für Fotos entstehen“, so Müllenberg. „Wir wünschen uns, dass Viele Bassum entdecken“, sagt sie weiter.

Die Teilnehmer seien bunt gemischt. „Es haben schon 13- oder 14-Jährige mitgemacht. Der Älteste war 86 Jahre alt. Es waren auch schon Familien dabei“, erzählt Urban.

Die Fotoreihen sollen im Herbst für mehrere Wochen in Bassum ausgestellt werden. „Jeder, der teilnimmt, wird ausgestellt. Also ist jeder ein Teil der Ausstellung. Die Fotostreifen dürfen danach auch mitgenommen werden“, so Müllenberg.

Eine unabhängige Jury entscheidet, wer die besten Bilder geschossen hat. Die Gewinnerin oder der Gewinner erhalte einen „tollen Preis“, heißt es weiter. Die meisten nehmen aber aus Spaß teil. Der Preis sei eher Nebensache, ist sich das Team einig.

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