Arbeitskreis gegen Windparkerweiterung

„Sehen Fledermäuse und Vögel in Gefahr“

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Die Fledermäuse werden hoffentlich nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören sein.

Albringhausen/Menninghausen - Zu einer Fledermausexkursion lädt der Arbeitskreis „Pustekuchen!“ für Freitag nach Menninghausen ein. Beginn ist um 20 Uhr an der Sammeltaxihaltestelle an der Menninghauser Straße, Ecke Hallstedter Straße. Die Wanderung dauert etwa zwei Stunden. „Zuerst sollen sich die nachtaktiven Flugakrobaten noch mit dem letzten Tageslicht zeigen, später hoffentlich im Licht des Vollmondes“, heißt es in der Pressemitteilung des Arbeitskreises. Sprecherin ist Dagmar Wodtke.

Pustekuchen lädt zur

Fledermausexkursion ein

Der aktuelle Anlass für diese Veranstaltung ist der geplante Ausbau das Windparks Albringhausen. „Hatten die Anlagen bisher noch einen halbwegs erträglichen Abstand zu Menninghausen, Hallstedt und Albringhausen, so sollen nun Windkraftanlagen sehr nah an die Wohngebiete herangerückt werden“, schreibt Wodtke.

Der Arbeitskreis mache sich aber nicht nur Sorgen um die Gesundheit der Anwohner aufgrund von Lärm und Schattenwurf. „Wir sehen Fledermäuse und Vögel in Gefahr, da die Anlagen in intakte und abwechslungsreiche Lebensräume gestellt werden sollen.“

„Pustekuchen!“ hat zu dieser Veranstaltung Henning Greve vom Bund für Umwelt und Naturschutz eingeladen. Seit fast 30 Jahren beschäftigt sich der Syker mit den Vorkommen der Fledermäuse im Landkreis Diepholz und kann viel über deren Lebensweise erzählen.

Spannend dürfte es auch schon für Kinder ab acht Jahren werden, wenn mittels eines „Bat-Detektors“ auch bei völliger Dunkelheit die „Echolotrufe“ im Ultraschallbereich der Tiere hörbar werden. Vor allem ist es aber mit dieser Technik möglich, einige Arten näher zu bestimmen, wie zum Beispiel Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus und Abendsegler. „Jede Fledermaus hat eine bestimmte Frequenz und eine eigene Rufcharakteristik,“ sagt Henning Greve.

Während des Spaziergangs wird er in lockerer Form über die spannende Lebensweise der fliegenden Säugetiere, auch „Handflügler“ genannt, berichten. Die Ernährung, Lebensraum, Fortpflanzung und Quartiere werden Themen sein.

Taschenlampen können mitgebracht werden, um auch im Dunkeln die Fledermäuse sehen zu können. Während der Jagd in der freien Natur werden die Tiere von den Lichtstrahlen nicht gestört. „Aber an ihren Quartieren ist künstliches Licht gefährlich und kann großen Schaden anrichten,“ weiß Greve zu berichten.

Bei Dauerregen wird die Veranstaltung auf einen späteren Termin verschoben. Kontakt:

Pustekuchen-Menninghausen@gmx.de

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