An der Kirche in Bassum 

Arbeiten am neuen Gemeindehaus: „Alles im Zeitplan“

Derzeit steht vom Anbau nur das Betongerippe. In Kürze kommen die Elemente für die Glas-Holz-Fassade. - Fotos: Albrecht

Bassum - Von Frauke Albrecht. „Alles im Zeitplan.“ Knut Laemmerhirt, Vorsitzender des Kirchenvorstandes Bassum, ist täglich auf der Baustelle am neuen Gemeindehaus. Selbst nach einem Dreivierteljahr Bauzeit ist er zuversichtlich, im Mai Eröffnung feiern zu können. „Wir haben bereits einen Termin ins Auge gefasst“, verrät er. Für den 20. Mai hat sich der Landesbischof angekündigt. Der habe nicht so viele Termine frei. Es gibt daher also keinen Ausweichtermin.

„Der Bischof findet das Projekt spannend“, erzählt Laemmerhirt. Er interessiere sich für die Symbiose von Alt- und Neubau. Dass sich der moderne Anbau aus Holz und Glas harmonisch in das historische Gebäudeensemble rund um die Stiftskirche einfügen wird, davon ist Laemmerhirt bereits jetzt überzeugt – auch wenn derzeit nur das Betongerippe steht. „Wenn in zwei Wochen die Fassade kommt, sieht das Ganze schon anders aus.“ Derzeit fertigt ein Harpstedter Unternehmen die Elemente aus Holz und Glas. Diese müssen dann nur noch angebracht werden.

„Die offene Bauweise garantiert einen tollen Blick aus dem Saal direkt auf die Stiftskirche“, schwärmt Laemmerhirt von der Aussicht. „Sie müssen sich den Haufen Gestrüpp wegdenken.“ Für Wohlfühlatmosphäre im Winter sorgt später eine Fußbodenheizung, Kühlung im Sommer verspricht eine Belüftungsanlage.

Auch im alten Pfarrhaus hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Laemmerhirt: „Das Dach ist fertig, ebenso die Fachwerk-Außenfassade.“ Der Mauersockel rund um das Gebäude samt Balken kam neu.

Im Inneren sieht es noch nach viel Arbeit aus. Die Gewerke geben sich die Klinke in die Hand.

Derzeit läuft der Innenausbau auf Hochtouren – die Arbeiter verlegen neue Leitungen für Elektro, Sanitär und Heizung; die Gewerke geben sich die Klinke in die Hand.

„In zehn Tagen kommen die Fenster“, so Laemmerhirt. Danach geht es mit den Fußböden weiter.

„Es gab auch so manche Überraschung“, erzählt der Vorstandsvorsitzende. „Wir haben unter anderem eine Fachwerkwand gefunden, die wir an der Stelle nicht vermutet haben.“ Architekten und Planer entschieden sich, die Wand zu belassen und herzurichten. „Das verleiht dem Ganzen noch mehr rustikalen Charme.“ Auch die Raumstruktur sei verändert worden. „Wir haben im Eingangsbereich eine Wand entfernt.“ Dadurch wirke alles heller und offener.

„Toll wird der Dachboden“, schwärmt Laemmerhirt. Im Obergeschoss ist ein großer Jugendraum geplant – mit offener Decke bis zum Dachstuhl. „Das hat schon fast Kathedralencharakter.“

Dach und Außenfassade des alten Pfarrhauses sind bereits erneuert.

Im Erdgeschoss des knapp 340 Quadratmeter großen Hauses ist Platz für Büros, Gruppenräume, Küche sowie sanitäre Anlagen. – Ein Glaskorridor verbindet schließlich den Alt- mit dem Anbau. „Der kommt ganz zum Schluss.“ Ende März möchte Laemmerhirt mit allem fertig sein. „Das wird klappen“, ist er zuversichtlich. „Wir brauchen die Zeit bis Ende Mai, um abzurechnen.“

Den Zeitpunkt legen die Förderrichtlinien fest. Immerhin gewährt das Amt für Regionale Landesentwicklung einen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro. Den Rest finanziert die Landeskirche. Die gesamten Baukosten wurden auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt. „Möglich, dass es ein kleines bisschen teurer wird“, so Laemmerhirt und nennt 50- bis 100.000 Euro Mehrkosten.

Und was passiert mit dem alten Gemeindehaus? „Wir haben uns noch nicht entschieden, ob wir es verkaufen oder abreißen. Damit haben wir keine Eile.“

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