Bauarbeiten im Naturbad laufen

Auf dem Weg zur Bassumer Perle

Zurzeit Baustelle statt Badelandschaft: das Naturbad Bassum. Im Juli soll es aber wieder öffnen, wenn die Pandemie es zulässt.
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Zurzeit Baustelle statt Badelandschaft: das Naturbad Bassum. Im Juli soll es aber wieder öffnen, wenn die Pandemie es zulässt.

Im Naturbad Bassum läuft der erste Bauabschnitt. Wenn alles gut geht, soll im Juli geöffnet werden. Die Gäste dürfen sich auf ein paar Neuerungen freuen.

  • Bauarbeiten im Naturbad laufen seit März.
  • Wasser-Erwärmung erst in der kommenden Saison.
  • Im Juli soll das Bad öffnen.

Bassum – Wo im Sommer die Badegäste planschen und schwimmen, haben nun die Handwerker das Zepter übernommen. Das Naturbad Bassum ist seit März eine Baustelle und schaut recht wüst und trostlos aus. Doch nur, um nach Abschluss der Arbeiten seine Gäste in einem funkelnagelneuen Ambiente zu begrüßen.

„Wenn alles klappt und die Pandemie es zulässt, wollen wir mit dem ersten Bauabschnitt im Juli fertig sein – und das Bad auch für die Gäste öffnen“, erklärt der Erste Stadtrat Norbert Lyko. Darüber würden sich viele Bassumer sicher freuen, da sie schon 2020 auf einen Besuch verzichten mussten, unter anderem wegen des Coronavirus (wir berichteten).

Doch wie wird es dann im Naturbad aussehen? Beide Becken werden etwas kleiner sein, da die Umrandung zurückgebaut wurde. Dafür wächst der Strandbereich, sodass mehr Platz zum Liegen und für die Gestaltung der Cafeteria da ist. Der Mittelsteg wird komplett erneuert und bekommt zwei Fontänen, die sich in den Nichtschwimmerbereich ergießen.

Badevergnügen für Jedermann

Damit auch Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung nicht vom Badevergnügen ausgeschlossen sind, wird eine Einstiegshilfe angeschafft. Weitere Leitern und Treppen sollen es allen leichter machen, gefahrlos ins Becken zu kommen. Außerdem finden die kleinen Besucher einen deutlich attraktiveren Bereich mit Wasserspielzeug vor, und der Zaun um das Gelände wird erneuert. Zurzeit wird auch ein Betreiber gesucht, der den Kiosk übernimmt und dafür sorgt, dass den Badegästen die Energie nicht ausgeht.

Ein paar kleine, unschöne Überraschungen, die im Laufe der Arbeiten ans Licht kamen, haben den Zeitplan etwas durcheinandergebracht und die veranschlagten Kosten von über 1,2 Millionen Euro etwas klettern lassen. „Aber wir sind noch im Rahmen“, erklärt Lyko.

Förderverein bringt sich ein

Als beispielsweise die Folie in den Becken entfernt wurde, entdeckten die Arbeiter, dass sich einige Fliesen gelöst hatten. „Wir müssen an einigen Stellen jetzt alte Baufehler und -sünden beheben“, sagt Heiko Beckmann, Betriebsleiter des Hallenbads, der mit seinem Team fleißig mit anpackt, damit im Juli alles fertig ist.

Auch der Förderverein bringt sich ein und hat bereits zwei Arbeitseinsätze auf dem Gelände organisiert. „Ein Mitglied ist besonders engagiert und schneidet den alten Zaun frei“, lobt Lyko.

Auf erwärmtes Wasser werden die Gäste jedoch in dieser Saison noch verzichten müssen. Die Möglichkeit, die Fernwärme der AWG zu nutzen, wird in der kommenden Sitzung des Verwaltungsausschusses diskutiert. „Es wäre ein toller Synergieeffekt“, sagt Lyko. „Wir wollen regenerative Energie für das Naturbad, und die AWG kann sie uns anbieten.“ Die versorgt bereits das Bassumer Krankenhaus. Die Lieferung von Fernwärme in den Sommer- und Bademonaten an das Naturbad wäre für sie eine ideale Ergänzung zu der bisherigen Wärmelieferung, die überwiegend in den Wintermonaten geschieht.

Auf dem Weg zur Perle

Wenn alles nach Wunsch läuft, können im Herbst die Leitungen gebaut werden und im Frühjahr fertig sein. Im März 2022 könnte dann der zweite Bauabschnitt starten -– sofern die Fördergelder fließen. Dann entsteht auch ein neues Gebäude mit Sanitärbereich, neue Wege, ein ansprechendes Eingangsportal, sechs Wohnmobilstellplätze und vieles mehr. „Es wird ein tolles Areal zur Naherholung“, schwärmt Lyko. „In zwei Jahren haben wir hier ein Schmuckstück, eine Perle.“

Doch auch, wenn alles anders kommt und das Naturbad in diesem Jahr noch geschlossen bleiben muss, möchte die Stadt Bassum allen Schwimmfreunden ein Angebot machen: „Dann öffnen wir das Hallenbad früher“, versichert Lyko.

Beckmann und sein Team hoffen jedoch, nicht so lange warten zu müssen. Denn sie wollen endlich wieder das tun, was eigentlich ihr Job ist: Gästen einen schönen Badetag bereiten.

Inspizieren das Schwimmbecken: Norbert Lyko (von links), Björn Reinke und Heiko Beckmann.

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