Stichtag 1.1.2022

Apelstedt und Nienstedt stimmen für Feuerwehr-Fusion

Das neue Kommando der künftigen Feuerwehr Apelstedt-Nienstedt mit Stadtbrandmeister Claas Meyer (l.) und dem Ersten Stadtrat Norbert Lyko (r.).
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Das neue Kommando der künftigen Feuerwehr Apelstedt-Nienstedt mit Stadtbrandmeister Claas Meyer (l.) und dem Ersten Stadtrat Norbert Lyko (r.).

Gemeinsam lässt sich mehr erreichen: Unter diesem Motto wurde am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus Apelstedt eine neue Feuerwehr aus der Taufe gehoben. Zuvor hatten die Mitglieder der Ortsfeuerwehren Apelstedt und Nienstedt jeweils einstimmig die Auflösung ihrer bisherigen Wehren beschlossen, um dann anschließend gleich die neue Ortsfeuerwehr Apelstedt-Nienstedt zu gründen. Auch dieser Beschluss erfolgte einstimmig durch die 40 anwesenden und stimmberechtigten Mitglieder.

Bassum – Eingangs hatte Stadtbrandmeister Claas Meyer erläutert, dass die genannten Ortsfeuerwehren zwar nominal über jeweils mehr als 30 Aktive verfügen, praktisch aber Personal für Führungsaufgaben fehlt. Nienstedts Ortsbrandmeister Björn Hoormann hatte, ebenso wie sein Stellvertreter Fred Focke, bereits 2020 angekündigt, für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung zu stehen. Nachfolger fanden sich nicht.

Alle Wahlen mit einstimmigem Ergebnis

Da erwies es sich als Vorteil, bereits seit fast zehn Jahren mit der Nachbarwehr in Apelstedt kooperativ zusammengearbeitet zu haben. Die Ortskommandos kamen überein, beide Feuerwehren zu vereinen und künftig gemeinsam den Brandschutz in den beiden Ortsteilen sicherzustellen. Stadtbrandmeister Claas Meyer wies darauf hin, dass auch der vom Rat beschlossene Feuerwehrbedarfsplan Fusionen bereits als Möglichkeit vorsieht. Er leitete eine Versammlung, die bestens vorbereitet war.

Das neue Kommando der Ortsfeuerwehr Apelstedt-Nienstedt

Nachfolgend die Funktionsträger, in Klammern die Stellvertretung: Ortsbrandmeister: Stefan Klinker (Christian Wilkens), Gruppenführer TSF 1: Björn Hoormann (Christian Wilkens), Gruppenführer TSF 2: Holger Bremer (Thomas Wessel), Gruppenführerin Hygienefahrzeug : Maike Brunkhorst (Hans-Hagen Böhriger), Sprecher Alterskameraden: Gerd Binder (Birgit Gosewehr und Heike Landwehr), Gerätewart: Nico Runge (Fred Focke und Hagen Husmann), Atemschutzgerätewart : Björn Brunkhorst (Christoph Diephaus-Borchers und Marie Bremer), Sicherheitsbeauftragter: Lasse Lehmkuhl, Schriftwartin: Lena Guddat, Kassenwart: Andy Diedrichs (Jasmin Wilker).

Lediglich bei der Funktion des künftigen Sprechers der Altersabteilung gab es aus der Versammlung heraus eine Veränderung. Gerd Binder soll dieses Amt vorerst weiter ausüben, bevor dann die vom Kommando vorgeschlagenen Birgit Gosewehr und Heike Landwehr übernehmen. Diese erklärten sich spontan bereit, zunächst als Stellvertreterinnen zu fungieren. Auch diese Regelung fand ein einstimmiges Votum.

Kreisbrandmeister Michael Wessels geht von weiteren notwendigen Fusionen im Kreis Diepholz aus

Alle anderen Funktionsträger (siehe Kasten) wurden entsprechend dem vorbereiteten Vorschlag einstimmig gewählt. Nach Intervention von Kreisbrandmeister Michael Wessels mussten die zuvor per Handzeichen erfolgten Wahlen zum künftigen Ortsbrandmeister und seinem Stellvertreter allerdings wiederholt werden. Das niedersächsische Brandschutzgesetz sieht in diesem Fall eine schriftliche Wahl vor. Am Ergebnis änderte sich dadurch nichts: Stefan Klinker wird künftig die neue Ortsfeuerwehr zusammen mit Christian Wilkens als seinem Stellvertreter leiten.

Kreisbrandmeister Michael Wessels war dann auch der Erste, der zur Fusion gratulierte. „Ihr seid nicht die Ersten im Landkreis Diepholz und sicherlich auch nicht die letzten, die diesen Schritt gehen“, stellte er fest. Er geht davon aus, dass künftig weitere Wehren, möglicherweise auch in der Stadt Bassum, diesen Schritt gehen müssen, um auch in Zukunft den gestiegenen Anforderungen im Brandschutz gerecht werden zu können.

Anbau für Apelstedter Feuerwehrhaus soll nach Planungen 2028 erfolgen

Norbert Lyko überbrachte in Vertretung des Bürgermeisters die Grüße der Bassumer Verwaltung. Er schilderte den weiteren Verfahrensablauf so, dass am 18. November der Ratsausschuss für öffentliche Sicherheit und Ordnung einen vorbereitenden Beschluss fassen wird. Endgültig soll dann der Stadtrat in seiner Sitzung am 2. Dezember die Empfehlung der Feuerwehr zum Satzungsbeschluss erheben, sodass die Fusion am 1. Januar 2022 tatsächlich vollzogen werden könne.

Vorerst wird die neue Ortsfeuerwehr Apelstedt-Nienstedt mit zwei Standorten leben müssen, bevor nach aktuellen Planungen 2028 ein Anbau am Apelstedter Feuerwehrhaus verwirklicht werden könnte. Lyko geht davon aus, dass das bisherige Feuerwehrhaus in Nienstedt auch über diesen Zeitpunkt hinaus für die dörfliche Gemeinschaft zur Verfügung stehen wird.

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