Annegret und Heino Andreas erhalten wieder einen Preis bei „Genuss im Nordwesten“

Sechs Leckerbissen aus Apelstedt

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Annegret Andreas ist stolz auf ihre Produktpalette.

Apelstedt - Einen regelrechten Freudensprung machte Annegret Andreas vom Andreas-Hof in Apelstedt als sie vergangene Woche abends nach Hause kam und einen Zettel ihres Mannes vorfand. Darauf stand: „Honig-Hühnchen, dritter Platz.“ Das war die Nachricht, auf die die Apelstedterin lange gewartet hatte. Da ihr Mann gerade nicht zugegen war, umarmte sie übermütig ihre beiden Hunde.

Zum sechsten Mal räumt das Apelstedter Ehepaar bei der Slow-Food-Ausstellung „Genuss im Nordwesten“ in Bad Zwischenahn einen Preis ab. Ihr alkoholhaltiges Getränk Honig-Hühnchen kam beim Wettbewerb Leckerbissen des Jahres 2015 auf den dritten Platz.

„Damit hat jedes unserer Produkte eine Auszeichnung bekommen“, freut sich die Apelstedterin.

Die beiden Rentner vertreiben seit einigen Jahren eierlikör-ähnliche Leckereien – in der Region unter anderem bekannt unter den Namen Scharfer Hahn, Flotte Henne und Brauner Picker. Die erste Likör-Spezialität mixte die Apelstedterin bereits vor 20 Jahren an, weil sie zu viele Eier hatte und nicht wusste, wohin damit. Die Getränke kamen gut an – und so stellte das Ehepaar auch auf Märkten aus. Seit 2005 bei Slow Food. Diese Messe lockt alle zwei Jahre Feinschmecker aus dem Nordwesten. Jedes Mal werden drei Leckerbissen gekürt – jedes Mal waren die Apelstedter mit einem Produkt dabei. Die Bilanz: zwei erste, zwei zweite und zwei dritte Plätze.

Eigentlich wollte Heino Andreas in diesem Jahr auf eine Teilnahme verzichten. „Wir sind Rentner. Diese Messen sind immer mit viel Arbeit verbunden“, erklärt er. Doch da hatte er die Rechnung ohne seine Frau gemacht. Deren Ehrgeiz war geweckt. Sie wollte wissen, ob sie mit der Rezeptur Honig-Hühnchen auch dieses Mal den Geschmack der Feinschmecker trifft. Lange hatte sie schließlich an der Zusammensetzung getüftelt, bis das Honig-Hühnchen schmeckte. „In dieser Zeit habe ich sehr viel über Honig gelernt“, schmunzelt ihr Mann.

Neue Produkte wird es nicht geben. Das Ehepaar ist vollends mit der Herstellung der sechs Getränke ausgelastet. „Wir machen ja alles selbst, von der Herstellung bis zur Etikettierung. Eine alte Knetmaschine aus den 60er-Jahren ist das wichtigste Utensil. Und natürlich die Zutaten. Die genaue Rezeptur wird nur innerhalb der Familie verraten. Sonstige Anfragen beantwortet Annegret Andreas stets mit einem Lächeln.

al

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