50 Anlieger zur „Baustellenparty“

Noch neun Monate Ruhe vor Verkehrslärm

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Eine Baustellenparty war am Sonnabend an der Harpstedter Straße in Bassum angesagt. Hartmut Obist (r.) und Dieter Loske freuten sich über viele Gäste.

Bassum - „Wir als direkte Anlieger genießen diese Baustelle und den schönsten Sommer seit Jahren“, lacht Hartmut Obist. Gemeinsam mit Sylvia und Dieter Loske sowie Nina Osterhorn hatte er am Sonnabend zu einer „Baustellenparty“ vor dem Gasthaus Haake eingeladen.

Und das war überhaupt nicht ironisch gemeint. Die Anwohner freuen sich auf weitere neun Monate Ruhe vor dem lauten Durchgangsverkehr auf der Harpstedter Straße. Da die Arbeiten voraussichtlich noch bis April 2016 andauern werden, hätten sie auch zum „Bergfest“ einladen können, „aber man weiß ja nie, wie lange das hier noch dauert“, meinte Loske.

Eigentlich hatten sie sogar geplant, das Fest in einem Zelt zu veranstalten und dieses Zelt mitten auf der Harpstedter Straße zu errichten. Aber es gab zwei Gründe, davon Abstand zu nehmen. Wie Loske berichtete, boten Elke und Hannes Bak ihren Nachbarn das Gelände vor ihrem Gasthaus an. Andererseits fuhren immer Autos auf dieser Straße, denn es war der Baufirma gelungen, die Straße während der bisherigen Arbeiten stets offen zu halten.

„Wir konnten immer unsere Grundstücke erreichen, selbst wenn vor den Einfahrten gebuddelt wurde“, lobten Loske und Obist. Auch die Fahrer der Baustellenfahrzeuge seien sehr zuvorkommend gewesen und hätten manchmal sogar ihre Fahrzeuge zurückgesetzt, damit die Anlieger vom Hof fahren konnten.

Zwar sollte es angeblich auch Kritik an der langen Bauzeit gegeben haben, meinten die beiden Organisatoren, doch genau genommen sollte die derzeitige Situation trotz Staub, Sand und Umleitungen für alle Anlieger ein Grund zum Feiern sein. Es sei schließlich ein Sommer ohne lautstark rumpelnden LKW-Verkehr.

Dieser Meinung waren auch die rund 50 Gäste, die zu der Feier gekommen waren. Alle Nachbarn der Straßen Am Damm, Auf dem Brunnen, Am Klosterbach, Lange Straße, Harpstedter Straße und Amtsfreiheit hatten eine Einladung erhalten. Mehr als die Hälfte von ihnen war gekommen, um die Feier für den nachbarschaftlichen Klönschnack zu nutzen, zumal die Grillwürste und die Getränke zum Selbstkostenpreis verkauft wurden. Über diese große Resonanz mitten in der Ferienzeit freuten sich die Organisatoren sehr.

bt

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