Altes Pfarrhaus in Nordwohlde / Lebenshilfe springt als potenzieller Mieter ab/Stadt meldet Interesse an

Verkauf oder Abriss nicht im Sinne der Kirchengemeinde

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Das alte Pfarrhaus wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Archiv-

Nordwohlde - Wie steht es um die Nutzung des alten Pfarrhauses in Nordwohlde? Lange hatte es so ausgesehen, als wollte die Lebenshilfe Syke die Räume mieten. Doch dieses Vorhaben ist an der Finanzierung gescheitert: Zu hoch wären letztendlich die Kosten gewesen, die die Lebenshilfe für den kindgerechten Umbau hätte stemmen müssen. In der Konsequenz prüft die Kirchengemeinde nun Alternativen. Eine davon wäre die Unterbringung von Flüchtlingen.

Mit konkreten Aussagen halten sich die Verantwortlichen derzeit noch zurück. Wolfgang Hornig, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, erklärte im Gespräch mit unserer Zeitung: „Wir wägen in alle Richtungen ab. Am liebsten würden wir das Gebäude als Zweifamilienhaus zur Miete anbieten.“ Denkbar wären zwei Szenarien: Eines mit ganz normalen Mietverträgen – oder eben die Unterbringung von Flüchtlingen. „Wir haben diesbezüglich schon mit der Stadt Bassum gesprochen. Es besteht grundsätzliches Interesse“, berichtete Hornig. Voraussetzung sei allerdings eine gesicherte Finanzierung. In diesem Punkt herrsche noch Ungewissheit, wie auch über den Umfang der Sanierungen.

Falls die Bemühungen scheiterten, könnten auch andere Schritte infrage kommen. Ein Verkauf oder möglicherweise ein Abriss müssten dann ebenfalls kalkuliert werden. „Allerdings wäre das überhaupt nicht in unserem Sinne“, so Hornig.

Momentan wird das alte Pfarrhaus von Pastor Gert Florian Beckert genutzt, der dort sein Büro eingerichtet hat. Auch das Archiv der Kirchengemeinde befindet sich in dem Gebäude. Sobald aber die Umgestaltung des Gemeindehauses abgeschlossen ist, wird es einen Umzug geben – dann stünde das alte Pfarrhaus komplett leer. Dies möchte die Kirchengemeinde aufgrund der Instandhaltungskosten vermeiden.

Muss eine schnelle Lösung her, wäre die Stadt Bassum zur Stelle: „Über jede Wohnung, die wir für Flüchtlinge nutzen können, sind wir überaus dankbar“, betonte Norbert Lyko, Erster Stadtrat, am Telefon. Genau wie Hornig, verwies er aber darauf, dass es noch keine genauen Planungen gebe. „Sollte sich etwas Konkretes entwickeln, würden wir es den Nachbarn als erstes mitteilen“, unterstrich der Erste Stadtrat. Er halte es für enorm wichtig, die Anwohner frühzeitig mit ins Boot zu holen.

Weiter betonte Lyko, dass er die Entfernung zum Stadtkern für unproblematisch erachte. Regelmäßig fahre der Bürgerbus nach Bassum. Jüngere Familien, die körperlich fit seien, könnten die Strecke auch mit dem Fahrrad zurücklegen.

js

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