Restaurierungskosten nach 91 Jahren zu hoch 

Schützenverein Hallstedt weiht neue Fahne ein 

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Fahnenweihe beim Schützenverein Hallstedt mit Diakon Bernhard Sauer (r.). Neben ihm Vereinsvorsitzender Ralf Linz und Ortsvorsteher Jürgen Vitters.

Hallstedt - Von Heiner Büntemeyer. Im Jahre 1925 hatte der vier Jahre zuvor gegründete Schützenverein Hallstedt sich die erste Fahne gekauft. 91 Jahre lang wurde sie bei Ausmärschen und anderen Festlichkeiten entrollt. Während des Krieges hatten die Schützen sie sogar vergraben, weil sie keinem Unbefugten in die Hände fallen sollte. Am Wochenende weihte der Verein mit vielen Gäste die neue Fahne ein.

Die Jahre hatten der Fahne zugesetzt, so dass die Hallstedter Schützen sie restaurieren lassen wollten.

Wie Vorsitzender Ralf Linz berichtete, waren die Kosten dafür jedoch unerwartet hoch. Daher holten sie auch den Preis für eine neue Fahne ein, und der war nur unwesentlich höher als die Kosten für eine Restauration. „Und bei einer Restauration hätten wir trotzdem nur eine alte Fahne gehabt“, hätten sie im Vorstand überlegt und beschlossen, eine neue Fahne nach dem Vorbild der alten zu beschaffen.

Das war vor vier Jahren. Am Sonnabend konnten sie die neue Fahne endlich weihen. Sie sieht der alten Fahne verblüffend ähnlich, allerdings wirken die Farben natürlich kräftiger.

Zur Fahnenweihe empfing der Schützenverein Delegationen befreundeter Schützenvereine, die auf dem Göpelplatz vom Hauptmann Jürgen Vitters begrüßt wurden, nachdem sie der Reihe nach vom Spielmannszug Albringhausen-Schorlingborstel auf den Platz und danach ins Festzelt geleitet wurden.

Dort begrüßte Vorsitzender Ralf Linz die Gäste. Er berichtete über die Historie der alten Fahne und bedauerte, dass diese Feier wegen des unsicheren Wetters nicht auf dem dafür vorgesehenen Hof erfolgen konnte.

Bürgermeister Christian Porsch gratulierte und erinnerte daran, dass die Vereine in den Ortschaften das gesellschaftliche Rückgrat darstellen.

Angesichts der vielen jungen Gäste sei er sicher, dass der Schützenverein Hallstedt eine gute Zukunft haben werde.

Bäker: „Das Symbol für ein Ideal“

Der Präsident des Nordwestdeutschen Schützenbundes, Jonny Otten, dankte zunächst allen, die sich für die neue Fahne engagiert hatten und bezeichnete die Fahne als ein Symbol der Eintracht. Durch die Fahne werde altes Brauchtum gepflegt. „Eine Fahne ist mehr als ein Stück Stoff“, meinte er.

Auf die Fahne würden Eide geschworen, sie zu tragen, sei eine besondere Ehre, erklärte der Präsident des Schützenbezirks Grafschaft Hoya, Wilhelm Bäker. Eine Fahne sei das Symbol für ein Ideal, für das es sich einzusetzen lohne. Er wünschte dem Verein, dass sich immer wieder Menschen finden, die sich durch ein gemeinsames Ziel verbunden dahinter versammeln.

Kreispräsident Jens Voß gratulierte dazu, dass der Verein die alte Fahne in den Ruhestand geschickt habe, und wünschte, dass jetzt die neue Fahne den Schützen den richtigen Weg zeigen möge.

Diese Fahnenweihe sei ein außergewöhnliches Ereignis für den Verein, erklärte Ortsvorsteher Jürgen Vitters und wünschte sich als Hauptmann des Vereins, dass sie genauso lange wie die alte Fahne halten und nicht in irgendeiner Ecke verstauben möge.

Den kirchlichen Segen erhielt die Fahne durch Diakon Bernhard Sauer.

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