1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Diepholz
  4. Bassum

Bestsellerautorin Alena Schröder liest aus ihrem Debütroman

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marcel Prigge

Kommentare

Freuen sich auf den Besuch aus Berlin: Susanne Tietje (links), Leiterin der Bassumer Stadtbücherei, und Bassums Kulturbeauftragte Claudia Voss.
Freuen sich auf den Besuch aus Berlin: Susanne Tietje (links), Leiterin der Bassumer Stadtbücherei, und Bassums Kulturbeauftragte Claudia Voss. © Prigge

Ein unverhofftes Kunsterbe und eine mysteriöse Familiengeschichte, die bis in die NS-Zeit zurückführt: Auf eine spannende Reise in die Vergangenheit dürfen sich am Donnerstag, 17. Februar, ab 19.30 Uhr Besucher der Kulturbühne in Bassum freuen. Die Berliner Autorin Alena Schröder wird aus ihrem Debütroman „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ lesen, mit dem sie es vor Kurzem in die Spiegel-Bestsellerliste geschafft hat.

Bassum – „Auf den ersten Blick ist der Titel vielleicht etwas sperrig, der erklärt sich aber im Laufe des Buchs“, erzählt Susanne Tietje, Leiterin der Bassumer Stadtbücherei, die gemeinsam mit Claudia Voss, Bassums Kulturbeauftragte, in regelmäßigen Abständen Lesungen organisiert.

Die Bestsellerautorin Alena Schröder.
Die Bestsellerautorin Alena Schröder. © gerald v. Foris

Es geht um die 27-jährige Hannah, eine junge Kulturwissenschaftlerin in Berlin. Sie schreibt lustlos an ihrer Doktorarbeit und ist sozial etwas isoliert. Regelmäßiger Kontakt besteht nur zu ihrer 95-jährigen Großmutter Evelyn, die sie jede Woche im Seniorenheim besucht. „Eines Tages findet Hannah einen Brief aus Israel, in dem geschildert wird, dass ihre Großmutter eine Erbin eines verschollenen Kunstvermögens ist“, erläutert Tietje die Handlung. Die Frau aber hüllt sich in Schweigen. Die Spur führt Hannah zurück in die 1920er-Jahre zu ihrer Urgroßmutter Senta, die den Sohn eines jüdischen Kunsthändlers geheiratet hat. Doch nur einige Jahre später etabliert sich der Antisemitismus in Deutschland und wirft Sentas Leben aus der Bahn.

Im Grunde ist es ein Generationenroman.

 Susanne Tietje, Leiterin der Bassumer Stadtbücherei

„Im Grunde ist es ein Generationenroman“, fasst die Büchereileiterin zusammen. In der Handlung wird zwischen Hannah und ihrer Urgroßmutter hin- und hergesprungen. Sehr spannend sei dabei die Verflechtung zwischen der familiären Historie mit der deutschen Geschichte des Antisemitismus. Trotz der verworrenen Geschichte gelinge es Schröder, klar und strukturiert zu erzählen. „Wir schauen uns die Autoren gemeinsam an und lesen ihre Werke im Vorfeld. Besonders aufgefallen ist uns ihr gradliniger und verständlicher Schreibstil“, ergänzt die Kulturbeauftragte Voss. „Ich würde sagen, sie schreibt schon fast süffig.“ Das liege vor allem daran, dass Schröder als freie Journalistin für die Süddeutsche Zeitung, die Brigitte und Die Zeit schreibt und bereits mehrere Sachbücher veröffentlicht hat.

Während der Veranstaltung will die Autorin auch auf die Entstehungsgeschichte des Romans eingehen. „Das Tolle ist, dass man das Buch nicht unbedingt gelesen haben muss, um die Veranstaltung zu besuchen“, meint Tietje. Es werden Textausschnitte präsentiert und das Ende unter Garantie nicht verraten. Im Anschluss nimmt sich die Autorin zudem Zeit, um Fragen zu beantworten und Exemplare ihres Buchs zu signieren. „Diese können Interessierte auch vor Ort kaufen, denn Ulrich Röpke vom Buchladen Gantenbein organisiert einen Büchertisch.“

Informationen

Die Lesung wird in der Bassumer Kulturbühne unter Einhaltung der 2G-Regeln vonstattengehen. Eine Maske muss im Innenraum getragen werden. Tickets kosten acht Euro und sind in der Stadtbücherei, bei dem Bürgerservice der Stadt (Telefon 04241/840) oder bei dem Schreibwarengeschäft Papier & Tinte, Bahnhofstraße 17, (Telefon 04241/2415) erhältlich.

Auch interessant

Kommentare