Ratschläge vom ADFC Bassum

Tipps für Radfahrer: Auch im Winter fest im Sattel

Warm eingepackt und mit gut sichtbarer Kleidung macht das Radfahren auch in der kalten Jahreszeit Spaß. Symbolbild Radfahrer im Winter
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Warm eingepackt und mit gut sichtbarer Kleidung macht das Radfahren auch in der kalten Jahreszeit Spaß.

Wenn es im Winter kalt ist, draußen Schnee und Glätte das Wetter bestimmen, kann man es sich gut mit einer Wolldecke auf dem Sofa gemütlich machen. Oder man steigt auf das Fahrrad, genießt die frische Luft und die winterliche Landschaft mit ihrem besonderen Zauber. „Es ist wichtig, dass man sich auch in dieser Jahreszeit bewegt“, sagt Franc Henkensiefken aus Bassum und gibt sich als Winterradler zu erkennen.

Für den Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) der Ortsgruppe Bassum sind Temperaturen bis minus zehn Grad Celsius kein Problem. Nur bei stark vereisten Straßen lässt er sein Pedelec lieber in der Garage stehen. „Es kommt natürlich auf die richtige Kleidung an. Thermounterwäsche gehört bei Kälte zum Outfit auf jeden Fall dazu“, erläutert Henkensiefken. Darüber sei der Zwiebellook mit mehreren Schichten Kleidung übereinander angebracht, denn schließlich könne man nach den ersten Kilometern durchaus ins Schwitzen kommen. Neben einer Winterjacke in Neonfarben nutzt der erfahrene Radfahrer außerdem Reflektorenbänder, die er am Unterschenkel befestigt, sowie einen Fahrradhelm mit Rücklicht. Denn im Winter erschwert nicht nur die Kälte das Radfahren.

Fahrrad-Beleuchtung richtig einstellen

In der dunklen Jahreszeit spielt die Beleuchtung eine noch größere Bedeutung als ohnehin. „Hier kommt es auf die richtige Einstellung der Lampen an. Der Radfahrer muss gesehen werden, darf aber andere Verkehrsteilnehmer nicht blenden“, erläutert Henkensiefken. Er persönlich hat neben einem manuell zuschaltbaren Fernlicht auch ein Bremslicht am Rad montiert.

Wenn der Akku einmal schlapp macht, greift Henkensiefken darüber hinaus auf den zweiten Antrieb zurück. „Im Winter ist der Akku etwas schneller leer“, sagt Henkensiefken und spricht von etwa zehn Prozent weniger Leistung, die sich aber bei kleineren Touren kaum bemerkbar machen.

Franc Henkensiefken vom ADFC Bassum schwingt sich auch im Winter auf sein Fahrrad.

„Das Winterequipment für Radfahrer ist durchaus teuer“, macht der Bassumer deutlich. Da müsse jeder selbst entscheiden, welche Investitionen sich lohnen.

Das Radfahren hat der 49-jährige Bassumer während eines Reha-Aufenthalts für sich entdeckt. „Da habe ich das erste Mal auf einem Pedelec gesessen und war sofort infiziert“, erinnert er sich. Um in Gesellschaft statt für sich allein zu radeln, schloss er sich zurück in Bassum den Touren des ADFC Ortsverbandes an. Der Gruppe ist er treu geblieben – und inzwischen Sprecher des ADFC Bassum. Und auch mit dem Rad ist er nach wie vor aktiv.

Neben Kilometern Erfahrungen gesammelt

Mit seinem inzwischen sechsten Pedelec schafft er gut 10.000 Kilometer im Jahr – und hat damit mehr Fahrleistung als mit seinem Auto. „Meistens fahre ich am Wochenende. Dann auch gern längere Strecken“, sagt Henkensiefken, der so nicht nur Kilometer, sondern auch Erfahrungen gesammelt hat. Diese gibt der passionierte Radfahrer bei geführten Touren weiter. Dass er zusätzlich zertifizierter Natur- und Landschaftsführer Wildeshauser Geest ist, bedeutet für Henkensiefken „noch einen Step obendrauf“. „So kann ich mein Wissen weitergeben und dabei die Natur berücksichtigen.“

Das Fahrrad mit dem nötigen Respekt behandeln“

Franc Henkensiefken, Sprecher des ADFC Bassum

Ob Sommer oder Winter – sein Fahrrad ist stets gleich ausgestattet. Zwar sind Spikes erlaubt, doch die Metallstifte, die sich meist seitlich im Mantel befinden, seien gewöhnungsbedürftig, so der 49-Jährige. Ein Tipp: Bei Glätte sorge geringerer Luftdruck im Reifen für mehr Haftung. Für den Fall, dass ein Radweg bei Schnee nicht geräumt sein sollte, ist es laut dem ADFC erlaubt, auf die Fahrbahn auszuweichen.

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Nach der sportlichen Aktivität sollte man das Zweirad genau in Augenschein nehmen. „Kettenpflege ist immer wichtig“, sagt Henkensiefken und fügt hinzu: „Wer lange Freude an seinem Rad haben will, sollte es mit dem nötigen Respekt behandeln.“

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