Bassums Stadtradel-Star Christina Menzel zieht ein positives Fazit / 218 Menschen haben an der Aktion teilgenommen

90 Kilometer an einem Tag

Christina Menzel zieht ein positives Fazit. 
Foto: Kreykenbohm
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Christina Menzel zieht ein positives Fazit. Foto: Kreykenbohm
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Bassum – Es ist Sonntag, der Tag, bevor die Aktion Stadtradeln offiziell beginnt. Und es gießt wie aus Kübeln. Christina Menzel beobachtet das Wetter. Sie hat sich freiwillig gemeldet, Bassum als Stadtradel-Star zu vertreten, und damit auch drei Wochen ihren Autoschlüssel abgegeben. Eine Herausforderung, auf die sie sich gefreut hat. Doch in diesem Moment, da der Regen nur so auf die Erde stürzt, denkt sie: „Worauf hast du dich da nur eingelassen?“

Jetzt, gut drei Wochen später, muss Menzel herzlich lachen, als sie daran zurückdenkt. Denn dieser Moment sollte der einzige bleiben, in dem sie ihre Bereitschaft, komplett auf das Auto zu verzichten, in Zweifel zog. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, ich habe nichts vermisst. Sogar das Wetter hat weitestgehend mitgespielt. Ich bin nur ein paar Mal ein wenig nass geworden, doch das war nicht schlimm.“

Insgesamt hat Menzel 424 Kilometer zurückgelegt. Ihre längste Tour, etwa 90 Kilometer, führte sie nach Brinkum zu ihrem Bruder. Dafür steigt sie sonst immer ins Auto. Eine schöne, aber anstrengende Strecke, wie sie sagt, weil sie die Bundesstraße mied. Etwa zwei Stunden und 20 Minuten hat sie für den Hinweg gebraucht. Hat man da überhaupt noch Lust auf den Rückweg? „Ich habe daran gedacht, den Zug zu nehmen. Aber ich hatte diesen Ehrgeiz, es mit dem Rad zu schaffen. Das habe ich auch gemacht – aber da war ich am Ende auch platt und spürte am nächsten Tag den Muskelkater.“ Menzel lacht.

Dagegen wirken die täglichen Strecken von ihrem Wohnort Twistringen zu ihrer Arbeitsstelle im Bassumer Bauamt geradezu lässig. Doch das war nicht immer der Fall. „Besonders bei der Fahrt über Wedehorn merkt man, wieviele da mit dem Auto unterwegs sind. Viele Autofahrer sind der Meinung, dass die schmalen Straßen allein ihnen gehören, und ich musste ins Kiesbeet ausweichen. Darum fahre ich lieber über Ringmar.“

Dennoch sei sie insgesamt entspannter bei der Arbeit angekommen, als wenn sie mit dem Auto gefahren wäre. „Der Auto-Verkehr stresst mehr. Und wenn man eine brenzlige Situation erlebt hat, steht man noch lange unter dem Eindruck davon. Das geschieht beim Radfahren selten.“

Menzel will nun versuchen, zweimal die Woche immer mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. „Damit was von der Aktion hängenbleibt“, begründet sie ihre Entscheidung. Und so lange man abends keinen Anschluss-Termin habe, lasse sich das auch gut umsetzen.

Sollte Bassum nächstes Jahr wieder ein Stadtradeln ausrichten, will Menzel in jedem Fall teilnehmen. Das Amt eines Stadtradel-Stars kann sie nur empfehlen. „Es ist eine schöne Sache.“

Auch Susanne Vogelberg, zuständig für den Tourismus bei der Stadt, ist mit dem Verlauf des Stadtradelns sehr zufrieden. „Insgesamt sind 57 701 Kilometer zusammengekommen. 218 Menschen haben teilgenommen – 2019 waren es 157. Der Durchscnitt liegt bei 265 Kilometer. Acht Tonnen CO2 wurden dadurch gespart.“

Das größte Team, das Team mit den meisten Kilometern, das Team mit den meisten Kilometern pro Kopf und der stärkste Einzelfahrer werden bald benachrichtigt und sollen zu einem späteren Zeitpunkt auch für ihre Leistung geeehrt werden. „Die Aktion ist ingesamt gut angekommen“, freut sich Susanne Vogelberg.

Von Julia Kreykenbohm

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