Zwischen Sicherheit und Anerkennung

Kommunalpolitiker aus der Samtgemeinde Barnstorf erhalten Auszeichnung für ihr Ehrenamt

25 Jahre Kommunalpolitik: Jan Arning (v.l.) ehrte Rolf Einhoff, Theo Runge, Ludolf Roshop und Klaus Naber. Alexander Grimm (r.) gratulierte. Klaus-Joachim Schmelz war nicht bei der Auszeichnung im Rathaus, weil er beruflich verhindert war.
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25 Jahre Kommunalpolitik: Jan Arning (v.l.) ehrte Rolf Einhoff, Theo Runge, Ludolf Roshop und Klaus Naber. Alexander Grimm (r.) gratulierte. Klaus-Joachim Schmelz war nicht bei der Auszeichnung im Rathaus, weil er beruflich verhindert war.

Kommunalpolitiker erhalten nicht immer die Anerkennung, die sie verdienen, meint der Geschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages. Fünf Ratsherren aus der Samtgemeinde Barnstorf haben jetzt eine Auszeichnung für ihr ehrenamtliches Engagement erhalten.

Barnstorf – Die allermeisten Kommunalpolitiker arbeiten ehrenamtlich. Wie selbstverständlich bringen sie sich in ihrer Freizeit für ihre Gemeinde ein. „Aber das ist eben nicht selbstverständlich“, stellte Jan Arning, Geschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages (NST), klar. Er war ins Barnstorfer Rathaus gekommen, um fünf Ratsherren zu ehren, die sich seit 25 Jahren in der örtlichen Politik engagieren.

1996 starteten die Geehrten Rolf Einhoff, Klaus Naber, Ludolf Roshop, Theo Runge und Klaus-Joachim Schmelz ihre Karrieren in der Kommunalpolitik. Der neue Samtgemeindebürgermeister Alexander Grimm zeigte während der Feierstunde eine Diashow mit 25 Jahre alten Fotos. Jan Arning kommentierte süffisant: „Ich sage Ihnen eines: Sie haben sich alle sehr gut gehalten. Politik hält frisch und jung.“

Ehrenamt Kommunalpolitik: Langer Atem notwendig

Danach wurde der NST-Geschäftsführer etwas ernster: „Es gab in den vergangenen Jahren viele politische Krisen, dieses Ehrenamt ist also nicht leichter geworden.“ Umso höher sei das Engagement der fünf Geehrten zu honorieren. „Für das kommunalpolitische Amt braucht man einen langen Atem“, so Arning. In Richtung der Ratsherren sagte er: „Und manche haben einen besonders langen Atem. Deswegen bin ich hier.“

Dass sich Personen in der örtlichen Politik einbringen, sei mittlerweile noch wichtiger als früher. „Die Menschen suchen in der heutigen Zeit nach Sicherheit. Und die finden sie oft nicht in der Bundespolitik, sondern in der Kommune“, erklärte Arning. „Dafür, dass Sie sich für diese Menschen einsetzen, gilt unser aller Dank.“

Leider erfahren nicht immer alle Ehrenamtlichen die Anerkennung, die sie verdienen. Gerade Politiker werden oft als letztes genannt. Das finde ich ein bisschen unfair, weil Sie alle viel Herzblut in ihre Tätigkeit gesteckt haben und auch weiter stecken.

Jan Arning

Allerdings sei es manchmal so, dass dieser Dank zu kurz komme: „Leider erfahren nicht immer alle Ehrenamtlichen die Anerkennung, die sie verdienen.“ Es gebe Ehrenämter – wie beispielsweise das Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr, die eine größere öffentliche Strahlkraft hätten. Damit wolle Arning diese Tätigkeiten auf keinen Fall schlecht machen, aber: „Gerade Politiker werden oft als letztes genannt. Das finde ich ein bisschen unfair, weil Sie alle viel Herzblut in ihre Tätigkeit gesteckt haben und auch weiter stecken.“

Alexander Grimm lobte die Arbeit und auch die vorbildliche Streitkultur aller fünf Geehrten: „Das sind alles echte Typen. Ich denke, das darf ich so sagen.“

Die Geehrten

Ludolf Roshop: seit 1996 im Rat der Samtgemeinde Barnstorf und des Flecken Barnstorf

Klaus-Joachim Schmelz: seit 1996 im Rat der Samtgemeinde Barnstorf, seit 2001 im Rat des Flecken Barnstorf

Rolf Einhoff: von 1996 bis 2021 im Rat des Flecken Barnstorf, von 2001 bis 2021 im Rat der Samtgemeinde Barnstorf

Klaus Naber: seit 1996 im Rat des Flecken Barnstorf, von 2001 bis 2021 im Rat der Samtgemeinde Barnstorf

Theo Runge: seit 1996 im Rat der Gemeinde Drebber, von 1996 bis 2016 im Rat der Samtgemeinde Barnstorf

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