Standort am Holzkrug in materieller und personeller Hinsicht aufgestockt

Zweites Fahrzeug für die Rettungswache Drentwede

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Mit einem prall gefüllten Präsentkorb bedankte sich eine Delegation, bestehend aus Bundes- und Landtagsabgeordneten sowie Parteifreunden, bei Mitarbeitern der Rettungswache Drentwede für ihren Einsatz über die Feiertage (v.l.): Holger Rabbe, Theo Amelung, Axel Knoerig, Heiko Huntemann, Marcel Scharrelmann, Svenja Beuke, Sebastian Garbe und Nicolas Fricke.

Drentwede - Von Thomas Speckmann. Die Mitarbeiter der Rettungswache Drentwede werden einige Tage von dem großen Präsentkorb zehren können, den sie zum Weihnachtsfest bekommen haben. Das Präsent stammt von einer Delegation aus politischen Vertretern, die sich bei den Rettungskräften für den Dienst während der Feiertage persönlich bedankten und bei dieser Gelegenheit die frisch erweiterte Einrichtung in Augenschein nahmen.

Die Bundes- beziehungsweise Landtagsabgeordneten Axel Knoerig und Marcel Scharrelmann, Drentwedes Bürgermeister Theo Amelung und weitere Vertreter der CDU informierten sich bei ihrem Besuch über die aktuelle Entwicklung der Wache. In Drentwede ist seit dem 1. Dezember ein zweiter Rettungswagen stationiert. Damit trägt der Landkreis Diepholz als zuständige Behörde dem zunehmenden Einsatzaufkommen in der Region Rechnung. Nach den bundesweit geltenden Vorschriften bei Notfällen muss bekanntlich innerhalb von 20 Minuten Hilfe vor Ort sein. So will es der Gesetzgeber.

Lob an Mitarbeiter

Den ursprünglichen Plänen der Kreisverwaltung zufolge, hätte der zweite Wagen bereits Mitte dieses Jahres in Betrieb genommen werden sollen. Technisch wäre das durchaus möglich gewesen. Der großzügige Erweiterungsbau auf dem Grundstück am Holzkrug war fertig und auch das zweite Fahrzeug stand rechtzeitig zur Verfügung. Woran es jedoch haperte, war das Personal.

„Gebäude und Fahrzeug sind die eine Geschichte, aber man braucht auch die Mitarbeiter dafür“, erklärt Klaus Speckmann, Fachdienstleiter für Sicherheit und Ordnung beim Landkreis Diepholz, auf Anfrage unserer Zeitung. Die Rettungsdienst Landkreis Diepholz GmbH habe ihren Personalstamm kräftig aufgebaut und in diesem Jahr 20 neue Mitarbeiter für ihre insgesamt vier Standorte eingestellt. Doch um in Drentwede an den Start zu gehen, hätten die letzten Kräfte gefehlt.

Alle Wagen gleich ausgestattet

Die Rettungswache Drentwede ist um drei Vollzeitstellen aufgestockt worden und verfügt jetzt über 13 Mitarbeiter. Die Leitung hat weiterhin Nicolas Fricke, der bereits seit der Gründung im Jahr 2012 dabei ist. Hinzu kommen zwei weibliche Nachwuchskräfte. Sie absolvieren eine dreijährige Ausbildung zur Notfallsanitäterin. Dieses neue Berufsbild besteht seit 2014 und ersetzt die zweijährige Ausbildung zum Rettungsassistenten.

„Die Mitarbeiter sind mit den Arbeitsbedingungen sehr zufrieden. Auch die neuen Mitarbeiter haben sich sehr gut eingefunden“, berichtet der Fachdienstleiter. Bei ihren Fahrzeugen handele es sich um baugleiche Typen. In Abstimmung mit dem Deutschen Roten Kreuz, das ebenfalls den Rettungsdienst im Landkreis Diepholz sicherstellt, seien alle Wagen im Kreis gleich ausgestattet. Das erleichtere die Zusammenarbeit an der Einsatzstelle.

Kerngebiet von Barnstorf bis Twistringen

Die ersten Wochen hätten gezeigt, dass das zusätzliche Fahrzeug benötigt werde, so Speckmann. Gleich am Morgen des 1. Dezember sei der neue Wagen von der Leitstelle angefordert worden. Das Kerngebiet der Rettungswache reiche von Barnstorf bis Twistringen. Durch die Verstärkung sei es aber auch möglich, dass die Fahrzeuge zunehmend in umliegenden Orten zum Einsatz kämen, je nach dem, wo sie gerade benötigt würden.

Nach Angaben des Fachdienstleiters ist der angemietete Erweiterungsbau so konzipiert, dass er sich auch für eine Ausweitung des Nachtdienstes eignet. Aktuell ist aber vorgesehen, dass wie bisher nur ein Rettungswagen rund um die Uhr in Bereitschaft ist. Das zweite Fahrzeug soll sich auf den Tagesdienst beschränken, sprich Montag bis Freitag, jeweils in der Zeit von 9 bis 19 Uhr. An Feiertagen wie jüngst über Weihnachten ist das zweite Team also nicht im Einsatz.

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